MKK-Echo

„Ein bilderbuchartiger Karrieresprung“

Erste Kreisbeigeordnete Simmler besucht den ehemaligen AQA-Auszubildenden Markus Kriner, der heute stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Lichtblick ist

Main-Kinzig-Kreis. – Die Weihnachtszeit ist voller märchenhafter Geschichten. Für eine märchenhaft anmutende, aber ganz reale Geschichte hat sich Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler kürzlich Zeit genommen. „Was Markus Kriner in den vergangenen Jahren erlebt hat, ist kaum anders zu beschreiben als ein weiteres tolles und mutmachendes Kapitel in der Geschichte unserer kreiseigenen AQA“, sagte Simmler bei einem Besuch der Stiftung Lichtblick in Hanau.

Bei der Stiftung Lichtblick ist Markus Kriner mittlerweile fest angestellt. Vorausgegangen war eine berufliche Orientierungsphase mit diversen Praktika in Hanau und schließlich einer Ausbildung bei der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) ab Spätsommer 2019. Diese Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement war „kooperativ“ angelegt, die Praxisteile absolvierte er also bei der Stiftung.

Schon in den ersten Wochen beschrieben die Kolleginnen und Kollegen den Auszubildenden als herausragend und engagiert. Im Probezeitförderplan findet sich der Satz: „Die Ausbildungsleistungen von Herrn Kriner wurden einheitlich mit sehr gut bewertet“. Diese positive Entwicklung setzte sich in der Folge kontinuierlich fort. Trotz schwieriger Umstände durch die Corona-Pandemie blieb der hohe Leistungsstand während der Ausbildung erhalten. Auch die Noten in der Berufsschule spiegelten diese Entwicklung wider. Seit Juli 2022 ist Markus Kriner in einem festen Arbeitsverhältnis bei Lichtblick.

„Und heute“, ergänzte Susanne Simmler bei ihrem Besuch in den Räumen der Stiftung, „ist Herr Kriner stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung Lichtblick und bildet sich im Bereich Controlling fort. Außerdem ist er einer der Ansprechpartner für die nächste kooperative Auszubildende bei der Stiftung. Es ist also der bilderbuchartige Karrieresprung vom Klienten über den Auszubildenden hin zum Verantwortungsträger und Wissensgeber für die nächste Generation.“

Nach Markus Kriner hat die Maintalerin Mareike Frischkorn im Sommer vergangenen Jahres eine Ausbildung bei der AQA zur Kauffrau für Büromanagement begonnen, zunächst integrativ, also mit den praktischen Ausbildungsbestandteilen durch die AQA. Im Mai dieses Jahres wechselte sie dann in die kooperative Ausbildung bei Lichtblick, womit auch die Kinderbetreuung für sie besser zu regeln war.

Voll des Lobes äußerte sich Jörg Mair, Geschäftsführer von Lichtblick in Hanau. „Wir wollen Menschen nachhaltig helfen und Perspektiven aufzeigen. Da gehen wir selbst gerne mit gutem Beispiel voran und geben ihnen im Rahmen unserer Stiftungs-Arbeit eine Ausbildung und Beschäftigung. Und die durchweg positiven Erfahrungen, die wir bei Lichtblick gesammelt haben geben uns Recht und sind ja der beste Nachweis für den Sinn und den Erfolg der kooperativen Ausbildung“, sagte Mair.

AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs bestätigte den Eindruck mit dem Verweis auf die weit überwiegend positiven Rückmeldungen aus anderen Kooperations-Betrieben. „Die Auszubildenden erkennen ihre Chance. Sie können Spuren in einem Unternehmen hinterlassen, die in den meisten Fällen auch eine Übernahme nach der Ausbildung begünstigen. Und für die Unternehmen ist es ein Teil der Bewältigung ihrer Fachkräftesuche“, so Abs.

Der Schlüssel des Erfolgs der AQA-Maßnahmen ist die enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit der regionalen Wirtschaft. Eine Reihe von Unternehmen zählt schon seit Jahren zu den Kooperationspartnern der Ausbildung bei der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung. Die Auszubildenden sind formal bei der AQA beschäftigt: Die AQA zahlt die Ausbildungsvergütung, die Sozialversicherungsbeiträge und die Prüfungsgebühren; in den Betrieben erhalten die Auszubildenden die praktischen Fertigkeiten und sind wie in einem „normalen“ Ausbildungsverhältnis in die alltägliche Arbeit integriert. Das heißt, dass sie an zwei Tagen die Berufsschule besuchen und an drei Tagen in der Regel im Betrieb mitarbeiten. Bei der AQA erhalten die Auszubildenden zusätzlichen Unterricht, um den Schulstoff zu vertiefen und bei Bedarf nachzuarbeiten. Zudem kann Unterstützung in Form von Sozialarbeit in Anspruch genommen werden, je nach individuellem Hintergrund.

Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der AQA, sieht das Potenzial für noch viele weitere Erfolgsgeschichten. „Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Betrieben, die sich für die kooperative Ausbildung interessieren. In gut einem Dutzend Berufsfeldern bildet die AQA aus und ist immer offen für Anfragen und Kooperationsangebote. Am Ende profitieren alle vom Erfolg dieser Maßnahmen“, erklärte Simmler. Stellvertretend für alle Betriebe richtete Susanne Simmler einen Dank an Lichtblick-Geschäftsführer Jörg Mair für die Offenheit und das Engagement im Umgang mit den AQA-Auszubildenden.

Bildunterschrift: Gratulation zu Markus Kriners (Mitte) „bilderbuchartigem Karrieresprung“ (von links): Lichtblick-Geschäftsführer Jörg Mair, AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Manfred Brückner (AQA).

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