Mittwoch, Juni 3, 2026
Bericht einreichen
Werbung schalten
StartMKKRatgeber zur Ferienzeit: Mit dem E-Auto in den Sommerurlaub – ADAC gibt...

Ratgeber zur Ferienzeit: Mit dem E-Auto in den Sommerurlaub – ADAC gibt Tipps für Hessen

Für die Mehrheit der Menschen im Main-Kinzig-Kreis bleibt das Auto das favorisierte Reisemittel für den Sommerurlaub. Wer in diesem Jahr jedoch zum ersten Mal mit einem reinen Elektrofahrzeug die Urlaubsfahrt ins In- oder Ausland antritt, steht vor neuen Herausforderungen bei der Reiseplanung. Der ADAC Hessen-Thüringen hat pünktlich vor dem Start der Hauptreisezeit wichtige Hinweise zusammengestellt, damit der Urlaub ohne Ladestress beginnt.

Infrastruktur im Ausland stark wechselhaft

Während die tägliche Laderoutine im heimischen Main-Kinzig-Kreis für die meisten E-Autobesitzer längst zum Alltag gehört, erfordern Langstrecken mehr Vorbereitung. Grundsätzlich hat sich die Reichweite moderner Elektrofahrzeuge deutlich verbessert; Distanzen von rund 400 Kilometern sind für viele Modelle ohne Zwischenstopp machbar. Auch das Ladenetz wächst kontinuierlich: In Deutschland stehen derzeit fast 200.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung – mehr als 15.000 davon allein in Hessen.

„Schwieriger wird es jedoch, wenn Urlauber in Richtung Süd- oder Osteuropa unterwegs sind. Die Ladeinfrastruktur ist hier meist weniger ausgebaut“, erklärt Piero Scazzi, Technikexperte des ADAC Hessen-Thüringen. Während die Niederlande mit einem extrem dichten Netz (teils über 200 Ladepunkte pro 100 Straßenkilometer) sowie Luxemburg, Skandinavien und die Schweiz Top-Bedingungen bieten, variiert die Ladedichte in beliebten südeuropäischen Ländern je nach Region stark.

Die wichtigsten ADAC-Tipps für die Routenplanung

Damit die Urlaubsfahrt entspannt verläuft, empfiehlt der Automobilclub folgende Kernregeln:

Vorausschauende Routenplanung: Neben Baustellen sollten vor Fahrtantritt gezielt Schnellladesäulen (High-Power-Charger) entlang der Strecke herausgesucht werden, um die Wartezeiten zu minimieren.

Puffer einplanen: Der nächste Ladestopp sollte so gewählt werden, dass noch eine Restkapazität von 10 bis 20 Prozent im Akku verbleibt. Sollte eine Station defekt oder überlastet sein, reicht die Energie problemlos bis zur nächsten Alternative.

Unterkunft mit Lademöglichkeit: Gerade in Ländern mit schwächerer öffentlicher Infrastruktur empfiehlt es sich, bereits bei der Buchung von Hotels oder Ferienwohnungen auf eigene Ladepunkte vor Ort zu achten.

Säulen klug wählen: Teilen sich zwei Fahrzeuge eine Schnellladesäule, halbiert sich in der Regel die Ladeleistung (z. B. von 300 kW auf jeweils maximal 150 kW). Wenn möglich, sollten Autofahrer daher eine freie, separate Säule ansteuern.

Zahlungsmöglichkeiten prüfen: Reisende sollten vorab klären, ob die eigenen Ladekarten und Apps im Zielland über Roaming-Abkommen funktionieren. Alternativ bieten viele Betreiber ein teureres Ad-hoc-Bezahlen per QR-Code und Kreditkarte an.

Leser-Umfrage zu Erfahrungen mit dem E-Auto

Um das Reiseverhalten weiter zu analysieren, führt der ADAC Hessen-Thüringen aktuell gemeinsam mit Studierenden der Frankfurt University of Applied Sciences eine wissenschaftliche Untersuchung durch. Autofahrer aus der Region können ihre Erfahrungen und Erwartungen zur Urlaubsfahrt mit dem E-Auto online unter https://survey.questionstar.com/Urlaub-mit-E-Auto im Rahmen einer anonymen Umfrage teilen.

Quelle: ADAC Hessen-Thüringen e.V.

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten