Volles Haus bei Sondervorstellung bei „Kino vor Ort” mit Autorenlesung und -gespräch
Kürzlich hatte der Fachdienst Kulturelle Bildung der Stadt Maintal im Rahmen der Reihe „Kino vor Ort” zu einem besonderen Veranstaltungsformat eingeladen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums konnten Maintaler Filmfreund*innen ihre Stadt als Ort der Handlung in einem Roman und einem Spielfilm kennenlernen.
Der in Maintal aufgewachsene Schriftsteller Leif Randt hat für seinem Roman „Allegro Pastell“ (Erscheinungsjahr 2020) die Fernbeziehung zweier „Millennials“ zwischen Maintal und Berlin in einer aus heutiger Sicht sorgloseren Zeit als Thema gewählt. Der Roman wurde als Porträt dieser Generation diskutiert und auch aufgrund seines zeitgenössischen Ansatzes stark beachtet. Er war 2020 für den Leipziger und den Deutschen Buchpreis nominiert. 2024 wurde die Romanvorlage verfilmt. Der jungen Regisseurin Anna Roller wird bescheinigt, dass ihr mit dem gleichnamigen Film ein Spiegelbild dieser Generation mit all ihren Widersprüchlichkeiten gelungen sei.
Zu der Sondervorführung ins Bürgerhaus in Bischofsheim waren viele Interessierte gekommen. Sie erlebten nach der Begrüßung durch die Leiterin des Fachdienstes, Olivia Metzendorf, zunächst eine kurze Lesung des Autors. Danach präsentierte die Cine-Max GmbH mit ihrem mobilen Kino den Film, der im Februar 2026 auf der Berlinale vorgestellt worden war und im April in die deutschen Kinos kam. Das Highlight des Abends war das anschließende Filmgespräch, das Dominik Hilfenhaus-Anda, Mitarbeiter des Fachdienstes, führte. Dabei wurden auch viele Fragen aus dem Publikum gestellt.
Leif Randt, der auch das Drehbuch zu dem Film verfasst hatte, konnte viel vom Entstehungsprozess berichten. Dabei wurde deutlich, welch großen Anteil Regie, Kamera und Schnitt, aber auch die Darsteller*innen an dem Endergebnis hatten. Filme sind eben Teamarbeit. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, häufig auch nachts. Aus insgesamt mehr als drei Stunden Material wurde dann ein 100-minütiger Film. Hessische Drehorte, natürlich die Hochstädter Hartig mit Blick auf die Frankfurter Skyline, aber auch das Landesmuseum in Darmstadt waren von vornherein geplant. Das Konzept des Abends mit Lesung und Filmgespräch vermittelte einen guten Eindruck von den besonderen Herausforderungen, die sich bei Literaturverfilmungen stellen.
Viele Gäste dieses Abends waren sicher auch gekommen, um zu sehen, wie „ihr Maintal“ Eingang in Literatur und Film gefunden hat. Für die Verantwortlichen der Filmreihe war diese Sondervorführung eine Gelegenheit, noch mehr Maintaler*innen auf dieses kulturelle Angebot der Stadt aufmerksam zu machen. Ziel von „Kino vor Ort“ ist es, gute und anregende Filme einem interessierten Publikum wohnortnah und auf großer Leinwand anzubieten. Nach der Sommerpause geht es am 1. Oktober mit zwei aktuellen Filmen um 17.30 Uhr und um 20 Uhr weiter.
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Quelle: Stadt Maintal

