Zu den laufenden Baumaßnahmen in der Gründauaue sowie der Pressemeldung der Grünen „Jeder Quadratmeter Grün ist eine Investition in die Gesundheit“ nimmt die CDU Langenselbold in einer aktuellen Pressemeldung Stellung:
Mit Verwunderung nehmen wir zur Kenntnis, dass dieselben Grünen, die öffentlich jeden Quadratmeter Grünflächen als Investition in Gesundheit und Klimaschutz preisen, in der Praxis der Versiegelung von nahezu 1.000 Quadratmetern Boden in der Gründauaue zugestimmt haben. Nur rund 400 Meter Luftlinie vom neu „begrünten“ Stadttorkreisel (ca. 20.000€) entfernt wird ein neuer Radweg in der Gründauaue angelegt und zwar nicht mit Öko-Pflaster oder einem anderen wasserdurchlässigen, umweltfreundlichen Material, sondern mit viel Asphalt. Eine Fläche in der Größenordnung von vier Tennisplätzen bzw. einem Parkplatz für 75 bis 100 Autos wird für den Radverkehr neu versiegelt. Das ist ein beachtlicher Eingriff in Fauna und Flora in einem für die Naherholung wertvollen und zudem mit Steuergeld renaturierten Gebiet.
Für die CDU Langenselbold bleibt es dabei: Die Verlegung des Radweges an der Gründau war nicht das mildeste Mittel und zudem trotz Fördermittel kostspielig. „Wir haben dies im Rahmen der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung bereits deutlich gemacht. Die CDU hat gegen die aufwendige Verlegung des bestehenden Radweges gestimmt, weil wir das Konzept für nicht ausgegoren halten und die Belange der direkten Anwohner nicht ausreichend gewürdigt wurden. Die Folgen der Beschlussfassung durch das Stadtbündnis werden mit dem neuen „Asphalt-Highway“ jetzt für alle sichtbar. Das Entsetzen über den Umfang der Baumaßnahmen ist bei vielen Bürgern groß“, so der Stv. Fraktionsvorsitzende Patrick Heck.
Besonders stößt der CDU jedoch die Doppelmoral der Grünen auf. In einem Gebiet, welches unter CDU-Bürgermeistern erst vor wenigen Jahren renaturiert wurde und das heute als attraktiver Teil der Stadt und sogar des Regionalparks RheinMain erlebbar ist, wird nun mit dem Segen der Grünen die Asphaltiermaschine angeworfen. Noch im Kommunalwahlkampf Anfang des Jahres veranstalteten die Grünen öffentliche Vorträge zur Stadtbegrünung und luden Referenten dazu ein. Argumentativ wird jeder „Quadratmeter“ geschützt – bei den tatsächlichen Abstimmungen sieht die Realität offenkundig anders aus.
„Wer wie die Grünen die Entsiegelung am Stadttorkreisel (ca. 280 m²) als wichtigen städtebaulichen Beitrag feiert, sollte bei einer rund dreimal so großen Neuversiegelung in der Aue konsequent bleiben. Sicherheit für Radfahrer und Kinder ist uns wichtig, aber sie rechtfertigt keinen unnötigen Eingriff in ein sensitives, bereits renaturiertes Areal, wenn mildere und kostengünstigere Alternativen nicht ernsthaft ausgeschöpft wurden“ so die Stv. Fraktionsvorsitzende Steffi Gerk abschließend.
Quelle: CDU Langenselbold

