Zwischen großen Konzerten, Platzkonzerten und internationalem Festivaltrubel gibt es beim 18. Internationalen Blasmusikfestival der Jugend Europas einen ganz besonderen Moment der Ruhe: die ökumenische Bergandacht auf dem Molkenberg. Am Samstag, 12. September 2026 um 15:00 Uhr sind Musikerinnen und Musiker, Gäste, Bürgerinnen und Bürger eingeladen, gemeinsam innezuhalten und die besondere Atmosphäre dieses Ortes zu erleben.
Seit 2008 gehört die Bergandacht fest zum Festivalprogramm – und ist jedes Jahr aufs Neue ein besonderer Höhepunkt. Hoch oben auf dem Molkenberg treffen Musik, Glaube, Natur und internationale Gemeinschaft aufeinander. Während unten in der Stadt die Festivalmusik erklingt, entsteht hier ein Moment der Besinnung und des Miteinanders.
Fünf Orchester, zwei Kirchen und ein besonderer Klang
Musikalisch gestaltet wird die Andacht in diesem Jahr von fünf teilnehmenden Orchestern: dem Musikverein St. Helena Altheim/Weihung, der Stadtkapelle Donauwörth, dem Młodzieżowa Orkiestra Dęta w Rychnowie aus Polen sowie dem Dechový orchestr ZUŠ Horní Počernice und dem Dechový orchestr ZUŠ Přelouč aus Tschechien. Unterstützt werden sie vom Gemeinschaftsorchester Bad Orb und dem Alphorn-Echo Kasselgrund. Auch nach der Andacht bleibt die Musik am Molkenberg zu Gast: Eines der Orchester sorgt anschließend noch für musikalische Unterhaltung.
Die ökumenische Feier gestalten Pfarrerin Svenja Koch von der evangelischen Kirche Bad Orb und Pfarrer Ingo Heinrich für die katholischen Kirchengemeinde gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern sowie den Musikerinnen und Musikern.
Ein Ort, an dem Musik Geschichte geschrieben hat
Der Molkenberg ist nicht nur ein Ort der Ruhe, sondern auch eng mit der musikalischen Geschichte des Festivals verbunden. Vom Bad Orber Hausberg aus trägt der Wind die Klänge der verschiedenen Orchester aus der Innenstadt hinauf. Genau dieses besondere Erlebnis inspirierte den niederländischen Komponisten und Festival-Schirmherrn Jacob de Haan bei seinem Besuch im Jahr 2010 zu seinem Werk „Call of the Valley“, das zwei Jahre später von Bad Orber Orchestern uraufgeführt wurde.
„Das Erlebnis, bei der Bergandacht auf dem Molkenberg zu stehen und die Musik der verschiedenen Orchester bis hinaufzuhören, ist einzigartig. Die Musik steigt wie Rauch in den Himmel und berührt die Seelen der Zuhörer“, beschreibt Jacob de Haan die besondere Atmosphäre. Für ihn steht das Werk zugleich für das, was Blasmusik ausmacht: Menschen zu verbinden, Grenzen zu überwinden und gemeinsam etwas Besonderes zu schaffen.
Auch musikalisch erzählt „Call of the Valley“ von diesem Gedanken: Das dreiteilige Werk verbindet einen festlichen Marsch, sakrale Klänge und einen abschließenden Marsch für Blechbläser und Flöten. Zum Finale bewegen sich die Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Richtungen auf die Bühne zu – ein musikalisches Sinnbild für Begegnung und Gemeinschaft.
Gemeinsam innehalten
Die Bergandacht ist damit weit mehr als eine kurze Auszeit im Festivalprogramm. Sie ist ein Moment, in dem die vielen Nationen, Orchester und Menschen, die das Blasmusikfestival prägen, für einen Augenblick zusammenkommen und innehalten.
Die Andacht beginnt um 15:00 Uhr. Damit die Besucherinnen und Besucher bequem zum Molkenberg gelangen, fährt ein kostenloser Shuttle-Bus um 14:00 Uhr und 14:20 Uhr ab Salinenplatz.
Alle Gäste, Bürgerinnen und Bürger sowie Musikerinnen und Musiker sind herzlich eingeladen, diesen besonderen Festivalmoment mitzuerleben – dort, wo die Musik aus der Stadt den Berg hinaufsteigt und für einen Augenblick Himmel und Erde verbindet.
Quelle: Stadt Bad Orb

