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ACE untersucht Smartphone-Ablenkungan über 250 Kreuzungen in Deutschland 21. ACE-Clubinitiative unter dem Motto „Kopf hoch!“ gestartet

Mit einer Auftaktveranstaltung am Baseler Platz in Frankfurt am Main ist die diesjährige Clubinitiative des ACE Auto Club Europa gestartet. Unter dem Motto „Kopf hoch!“ untersuchen nach Informationen vom Pressesprecher, Anton Hofmann, vom Kreisvorstand im Kreis Main-Kinzig und Wetterau, die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen in den kommenden Monaten bundesweit die Ablenkung durch Smartphones am Steuer. Dafür überprüfen sie an über 250 innerörtlichen Kreuzungen in ganz Deutschland, wie häufig Autofahrende hinter dem Steuer zum Handy greifen. Anfang April beteiligen sich die ehrenamtlichen Kreisvorstandsmitglieder und der Regionalbeauftragte für Hessen, Nils Burkhoff, an verschiedenen Verkehrsschwerpunkten im Main-Kinzig-Kreis und im Kreis Wetterau sowie der Stadt Hanau an der Clubinitiative „Kopf hoch!“.

Die Ergebnisse der bundesweiten Checks sollen zeigen, wie verbreitet Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr ist und wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Mit der Clubinitiative will der ACE auf die Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer aufmerksam machen und ein stärkeres Bewusstsein für konzentriertes und verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr schaffen.

Ablenkung durch Smartphones erhöht Unfallrisiko deutlich

Das Smartphone ist für viele Menschen ihr ständiger Begleiter – auch im Auto. Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein rascher Wechsel der Musik oder ein schneller Check der Sozialen Medien: Schon wenige Sekunden Ablenkung können im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben.

Wer bei Tempo 50 innerorts zwei Sekunden lang nicht auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter im „Blindflug“ zurück. Selbst bei Tempo 30 sind es in dieser Zeit noch etwa 17 Meter – eine Strecke von mehreren Autolängen ohne Blick für die Gefahren des Straßenverkehrs. Besonders im dichten innerstädtischen Verkehr kann das fatale Folgen haben, vor allem für Zufußgehende oder Radfahrende.

Auch die Unfallstatistik zeigt die Bedeutung des Problems: Laut Auswertung der Unfallstatistik 2024 des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2024 bei 8.722 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Unfallursache festgestellt. In 1.039 Fällen hat die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich zum Unfall geführt. Insgesamt sind sogar 25 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben gekommen.

Erster Handy-Verkehrs-Check zum Auftakt in Frankfurt am Main

Beim gestrigen Auftakt der ACE-Clubinitiative 2026 überprüften die Ehrenamtlichen erstmals das Verhalten von Autofahrenden an einer stark frequentierten innerstädtischen Kreuzung am Baseler Platz in Frankfurt am Main. Während einer 30-minütigen Beobachtung des Verkehrs wurde erfasst, wie häufig sichtbare Handy-Verstöße am Steuer begangen wurden.

Insgesamt zählten die Ehrenamtlichen 207 Fahrzeuge, bei 14 davon wurden entsprechende Verstöße dokumentiert. Das entspricht einem Anteil von rund 7 Prozent. Die Verstöße verteilten sich dabei gleich häufig auffahrende Fahrzeuge und an roten Ampeln stehende Autos. Beobachtet wurden das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, das Tippen auf dem Display, das Ans-Ohr-Halten sowie das Sprechen in das Mikrofon.

Sven-Peter Rudolph: „Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden“

„Ablenkung am Steuer ist längst kein Randphänomen mehr, sondern Alltag auf unseren Straßen. Tausende Unfälle mit Personenschaden gehen jedes Jahr auf Unaufmerksamkeit zurück, viele davon stehen im Zusammenhang mit der Nutzung elektronischer Geräte. Wer auch nur einen Moment chattet oder scrollt, riskiert, einen Menschen zu übersehen. Und dennoch greifen täglich unzählige Autofahrende ganz selbstverständlich zum Handy, wenn die Aufmerksamkeit eigentlich der Straße gehört. Weil wir diese Entwicklung nicht länger hinnehmen dürfen, rücken wir mit unserer ACE-Clubinitiative 2026 die Handy-Ablenkung in den Fokus. Denn Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit: Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden“, erklärt Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE.

Bundesweite Checks starten im April

Die bundesweiten Handy-Verkehrs-Checks beginnen im April 2026. Die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen dokumentieren dabei an mehr als 250 innerörtlichen Kreuzungen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt ihr Smartphone sichtbar nutzen. Grundlage ist ein standardisierter Beobachtungsbogen, mit dem sichtbare Handy-Verstöße systematisch erfasst werden.

Über den ACE Auto Club Europa:

Klare Orientierung, sichere Hilfe, zuverlässige Lösungen: Der ACE Auto Club Europa ist seit 1965 als engagierte Gemeinschaft für alle modernen mobilen Menschen da, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Als Mobilitätsbegleiter hilft der ACE international, unbürokratisch und unabhängig. Kernthemen sind die Unfall- und Pannenhilfe, Verkehrssicherheit, Verbraucherschutz, Elektromobilität und neue Mobilitätsformen.

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bei der regionalausschuss-tagung in dinkelbühl wurde der pressesprecher vom ace auto club europa, kreisvorstand main-kinzig-kreis und wetterau, anton hofmann, der kreisvorsitzende, hermann stiegler, und die schriftführerin, alexandra krumm, über den bundesweiten handy-verkehrs-check informiert. (v.l.n.r.)

Quelle: Anton Hofmann

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