Stadt informiert über Baumpflege und Baumerhalt auf dem Friedhof in Salmünster
Bad Soden-Salmünster. Wenn es im Stadtgebiet zu Baumpflegearbeiten oder in einzelnen Fällen auch zu notwendigen Fällungen kommt, erreichen die Stadtverwaltung regelmäßig Rückfragen aus der Bevölkerung. Dieses Interesse ist nachvollziehbar und zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger das Stadtgrün aufmerksam wahrnehmen und sensibel auf Veränderungen reagieren. Die Stadt Bad Soden-Salmünster möchte deshalb auch bei solchen Maßnahmen bewusst Transparenz schaffen und erläutern, warum Eingriffe erforderlich werden und welche fachlichen Abwägungen ihnen zugrunde liegen.
Gerade bei älteren oder geschädigten Bäumen ist dabei im Einzelfall sorgfältig zu prüfen, ob ein Baum erhalten werden kann oder ob aus Gründen der Verkehrssicherheit weitergehende Maßnahmen notwendig sind. Ziel der Stadt ist es, den vorhandenen Baumbestand nach Möglichkeit zu erhalten. Neben Ersatz- und Neupflanzungen gehören deshalb auch regelmäßige Kontrollen, fachgerechte Pflegeeingriffe und gezielte Sicherungsmaßnahmen zu einem nachhaltigen Baum- und Flächenmanagement.
Jüngst stand eine solche Maßnahme auf dem Friedhof in Salmünster an. Im Rahmen der turnusmäßigen Baumkontrollen wurde an einer Roteiche ein Pilzbefall festgestellt. Die regelmäßigen Kontrollen werden durch die zuständigen Mitarbeitenden des städtischen Bauhofs durchgeführt und dienen dazu, Schäden frühzeitig zu erkennen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Bäume – soweit fachlich vertretbar – möglichst langfristig zu erhalten.
Um das Schadensbild genauer bewerten zu können, wurde ergänzend ein externes Fachbüro mit einer Untersuchung mittels Schalltomographie beauftragt. Dieses Verfahren ermöglicht eine genauere Einschätzung der inneren Holzstruktur und damit auch der Stand- und Bruchsicherheit. Die Untersuchung ergab, dass am Stammfuß der Roteiche ein mehrjähriger Fruchtkörper des wulstigen Lacksporlings festgestellt wurde, eines holzzersetzenden Pilzes, der insbesondere im Wurzel- und Stammfußbereich Schäden verursachen kann. Die schalltomographische Untersuchung bestätigte eine deutliche Schwächung der tragenden Holzstrukturen im unteren Stammbereich.
Nach fachlicher Abwägung wurde entschieden, den Baum nicht vorschnell zu entfernen, sondern zunächst durch eine gezielte Kroneneinkürzung zu entlasten. Durch die Reduzierung der Windangriffsfläche kann die statische Belastung des geschädigten Stammfußes verringert werden, während gleichzeitig ein möglichst großer Teil der Krone erhalten bleibt. Auch diese Maßnahme dient letztlich dem Ziel, den Baum unter Wahrung der Verkehrssicherheit so lange wie möglich zu erhalten.
Bürgermeister Dominik Brasch betont, dass sich gerade in solchen Fällen zeige, wie wichtig eine hohe Fachlichkeit und Sensibilität im Umgang mit dem städtischen Baumbestand seien. Der städtische Bauhof leiste hier seit Jahren gute und verantwortungsvolle Arbeit. Mit Emil Gaul und Björn Schmelzer verfüge die Stadt über fachkundige Mitarbeiter, deren Kompetenz bei Baumkontrolle und Baumpflege für ein nachhaltiges Baummanagement von großer Bedeutung sei.
Die aktuelle Maßnahme verdeutlicht, dass ein nachhaltiges Baum- und Flächenmanagement mehr umfasst als Ersatz- und Neupflanzungen. Auch der fachgerechte Umgang mit erhaltenswerten Bestandsbäumen ist ein wichtiger Bestandteil. Gerade ältere Bäume sind für das Stadtbild, das Mikroklima und die ökologische Qualität öffentlicher Räume von großer Bedeutung. Ihr Erhalt erfordert nicht nur Sensibilität, sondern auch eine hohe fachliche Qualität in Kontrolle, Bewertung und Pflege.
Der städtische Bauhof zeichnet sich dabei durch ein nachhaltiges Flächen- und Baummanagement aus, das Fachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einen differenzierten Blick auf den Baumbestand miteinander verbindet. Die Stadt Bad Soden-Salmünster wird auch künftig über vergleichbare Maßnahmen informieren, um die Hintergründe nachvollziehbar zu machen und die notwendige Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu gewährleisten.


Quelle: Stadt Bad Soden-Salmünster

