Mittwoch, April 29, 2026
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Streiche statt Straftaten: Polizei gibt Hinweise für eine sichere Walpurgisnacht Nacht

Südosthessen (ots) – (lei) Am 30. April ist es wieder so weit: Auch in unserer
Region wird in diesem Jahr an vielen Stellen erneut traditionell in den Mai
getanzt und die sogenannte Walpurgis- bzw. Hexennacht eingeläutet. Viele kleine
und große “Hexen” dürften an diesem Abend und in der Nacht durch die Straßen
ziehen, um Anwohnerinnen und Anwohnern mehr oder weniger kreative Streiche zu
spielen.

Was aus Sicht der Beteiligten oft als harmloser Spaß beginnt, entpuppt sich im
Nachgang nicht selten als strafrechtlich relevantes Verhalten. Das
Polizeipräsidium Südosthessen erinnert deshalb daran, dass zwischen Scherz und
Schandtat manchmal nur ein sehr schmaler Grat liegt.

Die Polizei betont: Kreativität ist ausdrücklich erlaubt – aber mit Augenmaß.
Streiche, die niemanden schädigen, keine Sachwerte beschädigen und niemanden in
Gefahr bringen, gehören zur Tradition der Hexennacht durchaus dazu. Schluss ist
allerdings dort, wo aus Spaß Ernst wird.

Besonders im Fokus stehen jedes Jahr Sachbeschädigungen durch Farbschmierereien
oder das Bewerfen von Hausfassaden oder Fahrzeugen mit Lebensmitteln oder
anderen Substanzen. Ob Ketchup, Eier oder Farbe – was an fremdem Eigentum
landet, bleibt selten eine Lappalie und führt regelmäßig zu aufwendigen
Reinigungsarbeiten, die den Verursachern in Rechnung gestellt werden können.

“Ein immer wiederkehrendes Thema sind manipulierte oder fehlende Kanaldeckel.
Das ist keineswegs ein harmloser Scherz, sondern ein gefährlicher Eingriff in
den Straßenverkehr, der ernsthafte Folgen haben kann”, sagt Polizeisprecher
Thomas Leipold. “Auch selbst gebastelte ‘Straßensperren’ haben im öffentlichen
Verkehrsraum nichts zu suchen. Solche Aktionen können schnell riskante
Situationen für Auto-, Motorrad- und Radfahrende auslösen und im schlimmsten
Fall zu schweren Unfällen führen”, ergänzt er.

Zudem weisen die Beamten darauf hin, dass sich viele Feiernde nachts möglichst
unauffällig bewegen wollen. Dunkle Kleidung kann jedoch dazu führen, dass
Fußgängerinnen und Fußgänger schlechter gesehen werden. Das erhöht das
Unfallrisiko erheblich. Auffällige Kleidung ist daher ratsam.

“Wir verstehen, dass die Walpurgisnacht für viele zur Tradition gehört und auch
ein Stück Lebensfreude bedeutet”, sagt Leipold und verdeutlicht, um was es geht:
“Letztlich soll jede und jeder sicher in den Maifeiertag starten. Daher
appellieren wir an alle Beteiligten die Nacht mit Augenmaß und Verstand
anzugehen. Wichtig ist auch, dass Eltern mit ihren Kindern über die Grenzen
zwischen Streich und Straftat sprechen und sie auf geeignete, verkehrsarme
Bereiche hinzuweisen. Im Optimalfall läuft alles so ab, dass im Anschluss
niemand aufräumen, zahlen oder sich entschuldigen muss.”

Das Polizeipräsidium Südosthessen wünscht allen insofern eine sichere
Walpurgisnacht.

Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

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