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Hanau setzt auf bewährte Strategie gegen Eichenprozessionsspinner

Die Stadt Hanau setzt auch in diesem Jahr auf eine frühzeitige und gezielte Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hat in diesen Tagen wieder umfangreiche Präventivmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt, um die Ausbreitung des gesundheitsgefährdenden Schädlings einzudämmen.

Im Fokus stehen dabei unter anderem sensible Bereiche wie Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätze, Parkanlagen, Friedhöfe sowie stark frequentierte Straßen. Insgesamt werden rund 850 Eichen prophylaktisch behandelt. Die Maßnahme erfolgt in Form einer Vernebelung mit einem biologischen Spritzmittel auf Basis des Wirkstoffs „Bacillus thuringiensis“, das sich in den vergangenen Jahren bewährt hat. Das Mittel wird von den Raupen über den Blattfraß aufgenommen und verhindert deren weitere Entwicklung.

Die Bekämpfungsmaßnahmen sind stark witterungsabhängig, Voraussetzung für eine wirksame Behandlung ist außerdem, dass die Blätter der Eichen eine sogenannte „Mausohrgröße“ erreicht haben. Erst dann kann das Mittel ausreichend aufgenommen werden. Die Stadt verfolgt bewusst einen präventiven Ansatz: Ziel ist es, die Raupen bereits in einem frühen Entwicklungsstadium zu bekämpfen, noch bevor sie die für den Menschen gefährlichen Brennhaare ausbilden. Die Tiere können grundsätzlich im gesamten Stadtgebiet auftreten, bevorzugen jedoch bestimmte Eichenarten wie Stiel-, Ungarische- und Traubeneichen. Besonders häufig findet man sie an sonnigen Standorten, etwa an freistehenden Bäumen oder an Waldrändern.

Die langjährige Strategie der Stadt zeigt Wirkung: In den behandelten Bereichen bewegen sich die Populationen des Eichenprozessionsspinners seit Jahren auf einem sehr niedrigen Niveau. Diese Entwicklung bestätige den eingeschlagenen Kurs. Trotz der erfolgreichen Eindämmung kann ein vereinzeltes Auftreten des Eichenprozessionsspinners aber nicht ausgeschlossen werden. Sollte es zu einem Befall an nicht behandelten Bäumen kommen oder die präventiven Maßnahmen im Einzelfall nicht greifen, werden die Nester durch spezialisierte Fachfirmen mechanisch entfernt und abgesaugt.

Die Kosten für die diesjährige Bekämpfung belaufen sich auf rund 8.000 Euro und liegen damit im Rahmen der allgemeinen Preisentwicklung der vergangenen Jahre. Zum Schutz der Bevölkerung bittet die Stadt weiterhin um erhöhte Aufmerksamkeit. Die Brennhaare der Raupen können Hautreizungen, allergische Reaktionen und Atembeschwerden verursachen. Verdächtige Gespinste oder Raupenansammlungen sollten daher keinesfalls berührt werden.

Hintergrund: Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen zwischen April und Mai schlüpfen und mehrere Entwicklungsstadien durchlaufen. Ab dem dritten Larvenstadium bilden sie die charakteristischen Brennhaare aus, die gesundheitliche Beschwerden auslösen können. Seinen Namen verdankt der Schädling seinem typischen Verhalten: Morgens und abends laufen die Raupen hintereinander in die Baumkrone, um dort zu fressen – das ähnelt einer Prozession, die im Falle des Eichenprozessionsspinners bis zu zehn Meter lang werden kann. Tagsüber sammeln sich die Tiere dann in ihren Nestern.

Pressekontakt:
Stadt Hanau, Julia Oppenländer

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hanau setzt auf bewährte strategie gegen eichenprozessionsspinner © stadt hanau / moritz göbel hanau setzt auf bewährte strategie gegen eichenprozessionsspinner die bekämpfung des eichenprozessionsspinners in hanau erfolgt in form einer vernebelung mit einem biologischen spritzmittel, unter anderem im stadtteil wolfgang.
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Quelle: Stadt Hanau

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