Donnerstag, August 20, 2026
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Sperrgebiet im Wachenbucher Wald wird erweitert

Stadt Maintal muss das Betretungsverbot nach dem Fund weiterer Kampfmittel anpassen

Auch mehr als 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wirkt sich das Erbe der Kampfhandlungen auf den Alltag aus. Nach weiteren Funden von Kampfmitteln hat die Stadt das bestehende Sperrgebiet im Wachenbucher Wald angepasst. Es gibt Anhaltspunkte, dass Reste einer gezielten Sprengung von Kampfmitteln nach dem Zweiten Weltkrieg in der ehemaligen Sandkaute weiter als bisher angenommen verstreut sein könnten. Für die betroffenen Flächen gilt aus Sicherheitsgründen ein Betretungsverbot.

Zur Sperrzone gehört damit neben einem Gebiet nord-westlich der Kreisstraße 872 zwischen Wachenbuchen und Hohe Tanne auch ein Waldstück nord-östlich davon, das unmittelbar an den Kewa-Sportplatz grenzt. Der Sportplatz selbst liegt außerhalb des Sperrgebiets, sodass der Trainings- und Spielbetrieb wie gewohnt stattfinden kann. Allerdings beginnt das Sperrgebiet angrenzend. Das Betreten dieses Bereichs ist deshalb verboten. Damit dürfen auch keine verschossenen Bälle aus dem Wald geholt werden. Die Stadt befindet sich bereits im Austausch mit dem Sportverein, der diese Information an seine Mitglieder und Gäste weitergibt. Zusätzlich hat die Stadt Maintal Informationsschilder auf dem Vereinsgelände angebracht, die auf das Betretungsverbot des angrenzenden Waldstücks hinweisen.

Von der Sperrung betroffen ist zudem ein Waldweg westlich des Kewa-Sportplatzes. Die Umleitung wird zeitnah ausgeschildert. Darüber hinaus hat die Stadt Hinweise angebracht, um zu verhindern, dass Waldbesucher*innen über offizielle Wege und Trampelpfade in den gesperrten Bereich gelangen. Die Beschilderung ist unbedingt zu beachten.

Das Sperrgebiet ist in einer Allgemeinverfügung unter http://www.maintal.de/bekanntmachungen näher beschrieben und entsprechend gekennzeichnet. Waldbesucher*innen werden dringend darum gebeten, die Absperrungen und Hinweise zu beachten. Wer die abgesperrten Flächen dennoch betritt, muss mit einem Zwangsgeld von 1.000 Euro rechnen.

Nachdem die Stadt 2021 Kenntnis über den Fund von Kampfmitteln im Wachenbucher Wald erhalten hat, hat sie eine Fachfirma mit der systematischen Sondierung und Räumung der betroffenen Flächen beauftragt. Seit 2022 werden die entsprechenden Bereiche untersucht und Kampfmittel sukzessive geborgen beziehungsweise fachgerecht beseitigt. Dabei wurden nun weitere Funde gemacht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse haben die aktuelle Ausweitung des Sperrgebiets erforderlich gemacht.

Beim nächsten Einsatz des Kampfmittelräumdienstes, der voraussichtlich Anfang kommenden Jahres stattfinden soll, wird die Räumung des Waldstücks im Umfeld des Sportplatzes priorisiert. Ziel ist es, die betroffenen Flächen so schnell wie möglich wieder für die Öffentlichkeit freigeben zu können.

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hinweisschilder kennzeichnen das sperrgebiet und verhindern, dass waldbesucher*innen über wege oder trampelpfade in den gefahrenbereich gelangen.

Quelle: Stadt Maintal

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