Donnerstag, August 20, 2026
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Mähroboter nicht in der Nacht einsetzen

Stadt bittet Bürger*innen um aktiven Schutz von Igeln und anderen nachtaktiven Tieren

Mähroboter sind bei der Pflege des Gartens eine praktische Unterstützung: Doch die autonomen Helfer sind auch eine Gefahr für Tiere, die sich im Garten aufhalten – insbesondere für Igel. Sie sind den Mährobotern schutzlos ausgeliefert. Die scharfen Messerklingen sind für die Stachler deshalb oft tödlich. Deshalb appelliert die Stadt Maintal, explizit zwischen 17 und 9 Uhr auf den Einsatz der Mähroboter zu verzichten.

Tagsüber ruhen sich Igel in dichtem Gebüsch, unter Hecken, in Laubhaufen oder anderen geschützten Verstecken aus. Erst in den Abendstunden gehen sie auf Nahrungssuche. Bei Gefahr fliehen Igel jedoch nicht. Sie rollen sich stattdessen instinktiv zusammen, wenn sie sich bedroht fühlen. Gegen die Messer eines Mähroboters hilft diese Schutzreaktion jedoch nicht. Die Folge können schwere, mitunter sogar tödliche Verletzungen sein. Vor allem Igelbabys sterben regelmäßig durch Mähroboter, da auf dem Markt keine Geräte erhältlich sind, die kleine Igel erkennen.

Auch andere nachtaktive Gartenbewohner wie Kröten, Frösche, Eidechsen oder Insekten sind gefährdet, wenn Mähroboter in den Abend- und Nachtstunden unterwegs sind. Daher bittet die Stadt eindringlich darum, die Geräte in den Nachtstunden und der Dämmerung zum Schutz der Tiere nicht fahren zu lassen. Dies umfasst idealerweise eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang und eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang.

Idealerweise wird der Mähroboter so programmiert, dass sich im Garten eine „wilde Ecke“ entwickeln darf. Denn durch den Einsatz von Mährobotern entstehen Rasenflächen, auf denen keine Blühpflanzen mehr wachsen. Das kommt für alle Insektenarten einer versiegelten Fläche gleich. Diese Rasenflächen sind wertlos für die biologische Vielfalt. Sie sind quasi „tot“. Doch Insekten sind auch für den Menschen wichtig. Wenn sie als Bestäuber fehlen, hat das unmittelbare Auswirkungen auf den Anbau von Obst und Gemüse.

Gerade in Zeiten von Hitze und Trockenheit ist es ohnehin sinnvoll, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden. Längeres Gras beschattet den Boden, hält die Feuchtigkeit besser und schützt Pflanzen und Bodenorganismen vor dem Austrocknen. Gleichzeitig finden Insekten und Kleintiere dort bessere Lebensbedingungen. Wer seinen Garten naturnah gestaltet, leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und schafft wertvolle Rückzugsorte für Tiere.

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Quelle: Stadt Maintal

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