Gespenstischer Anblick am Dienstagabend am
Kinzigufer: Ein Spaziergänger hatte kurz nach 21 Uhr im Bereich zwischen der
Bahnhofstraße und “Am Mühlberg” ein Gebilde entdeckt, das auf den ersten Blick
wie ein echtes menschliches Skelett wirkte – und wählte den Notruf.
Das vermeintlich Knochengebilde lag an einer schwer zugänglichen Stelle halb am
Ufer, halb im Wasser. Wegen der dichten Bepflanzung und der unklaren Lage konnte
zunächst nicht ausgeschlossen werden, dass es sich tatsächlich um menschliche
Überreste handeln könnte.
Beamte der Polizeistation Schlüchtern rückten daraufhin aus. Unterstützt wurden
sie von der Feuerwehr, die für die Bergung und die Ausleuchtung der Fundstelle
sorgte. Auch der Kriminaldauerdienst wurde hinzugerufen, um sich der
ungewöhnlichen Entdeckung anzunehmen.
Nach rund eineinhalb Stunden war die “Spurensicherung” beendet – und die
Aufregung wich der Erleichterung: Bei dem unheimlichen Fund handelte es sich
nicht um ein menschliches Skelett, sondern lediglich um eine täuschend echt
wirkende Plastiknachbildung, die bereits nicht mehr vollständig war.
Vermutlich lag das künstliche Gerippe, das im Original etwa 80 Zentimeter groß
gewesen sein dürfte, schon längere Zeit im Wasser. Erst durch das derzeitige
Niedrigwasser dürfte es nun zum Vorschein gekommen sein. Woher das Skelett
stammt und wie es an seinen Fundort gelangte, ist bislang unklar. Die
Ordnungshüter schließen nicht aus, dass es sich um ein entsorgtes Überbleibsel
von Halloween handelt.
Quelle: Polizeipräsidium Südosthessen

