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Sport verbindet über Grenzen hinweg: Erasmus+-Projekt der Kopernikusschule Freigericht zu Gast im französischen Baskenland

Sport treiben, Europa erleben und dabei erfahren, wie schnell aus Fremden Freunde werden können: Unter dem Motto „Inclusion and Diversity through Sports“ führte das internationale Erasmus+-Sportprojekt Schülerinnen und Schüler der Kopernikusschule Freigericht diesmal nach Hasparren im französischen Baskenland. Gemeinsam mit Katrin Morrás Ganskow begleitete Projektleiterin Lena Kreis-Goinar die Gruppe der Kopernikusschule zum Lycée Saint-Joseph in Hasparren. Dort trafen Jugendliche und Lehrkräfte aus Estland, Spanien, Frankreich und Deutschland zusammen. Neben der Kopernikusschule war mit der IGS Ihlow eine zweite deutsche Schule vertreten.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Woche stand erneut der Sport – allerdings nicht in erster Linie der Wettkampf. Vielmehr diente er als gemeinsame Sprache, die Verständigung auch dort ermöglicht, wo unterschiedliche Muttersprachen, Kulturen und Lebenswelten aufeinandertreffen. Passend zum Gastgeberland lernten die Jugendlichen verschiedene für die Region typische Sportarten kennen. Besonders Pelota vermittelte einen unmittelbaren Einblick in die baskische Sportkultur. Auch Pétanque gehörte zum Programm. Sportlicher Höhepunkt für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer war das Wellenreiten an der Atlantikküste. Unter fachkundiger Anleitung einer Surfschule wagten sich die Jugendlichen auf die Wellen und stellten dabei nicht nur ihre sportlichen Fähigkeiten, sondern auch Mut, gegenseitige Unterstützung und Durchhaltevermögen unter Beweis.

Doch das Erasmus+-Projekt wollte weit mehr vermitteln als neue Sportarten. Bei Ausflügen nach Bayonne und Biarritz lernten die Gäste das französische Baskenland, seine Kultur und seine besondere regionale Identität kennen. Ein weiterer Programmpunkt war der Empfang bei der Bürgermeisterin von Hasparren. Eine zentrale Rolle spielte zudem das Leben in den Gastfamilien. Die Schülerinnen und Schüler wurden dort mit großer Herzlichkeit aufgenommen und bekamen einen unmittelbaren Einblick in den französischen Alltag. Gerade diese persönlichen Begegnungen sind es nach Erfahrung der beteiligten Lehrkräfte, die den europäischen Austausch nachhaltig prägen. „Sport verbindet Menschen unglaublich schnell. Man braucht nicht immer dieselbe Sprache, um gemeinsam etwas zu erleben, sich gegenseitig zu unterstützen und als Team zusammenzuwachsen“, fasst Projektleiterin Lena Kreis-Goinar die Idee des Projekts zusammen.

Dass aus einzelnen Erasmus+-Begegnungen langfristige europäische Partnerschaften entstehen können, zeigt auch die Zusammenarbeit zwischen der Kopernikusschule Freigericht und der IGS Ihlow. Kreis-Goinar und der Ihlower Sportlehrer Arne Lehne arbeiten bereits seit mehreren Jahren bei internationalen Sportprojekten zusammen. Aus dieser Kooperation ist inzwischen ein stetig wachsendes Netzwerk entstanden. Neue Partnerschulen wurden gezielt mit ins Boot geholt. Dazu gehören unter anderem Schulen in Hasparren in Frankreich, Adra in Spanien und Põlva in Estland. So entwickelt sich aus einzelnen Mobilitäten Schritt für Schritt ein europäisches Netzwerk, in dem nicht nur Schülerinnen und Schüler voneinander lernen.

Nach der erfolgreichen Projektwoche in Hasparren bleibt deshalb vor allem eine Erkenntnis: Europa wird für Jugendliche dort greifbar, wo Menschen einander tatsächlich begegnen. Und manchmal braucht es dafür nicht viel mehr als einen Ball, ein Surfbrett und die Bereitschaft, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren.

Quelle: Thorsten Weitzel

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