Die Stadt Hanau hat eine Verwendung für eine bislang nicht eingesetzte Spende aus dem Umfeld des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 festgelegt: Eine Spende der Firma Heraeus fließt nun gezielt in die Anschaffung eines neuen VW-Busses für das Jugendzentrum (JUZ) Kesselstadt.
Der bisher genutzte Bus für die Jugendarbeit muss nach vielen Jahren intensiver Nutzung ersetzt werden. Das Fahrzeug war ein zentraler Bestandteil der offenen Jugendarbeit in Kesselstadt, mit ihm wurden und werden Generationen von Jugendlichen zu Sportwettkämpfen, Freizeitangeboten und Bildungsfahrten gebracht. „Der neue Bus kommt unmittelbar den Jugendlichen zugute und stärkt damit die wichtige Arbeit vor Ort. Das JUZ k-town im Stadtteil Kesselstadt leistet als Ankerpunkt für die Jugendlichen eine enorm wichtige, verbindende und fördernde Arbeit“, sagt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. „Gerade das kontinuierliche Miteinander für und mit jungen Menschen, die Förderung von Gemeinschaft, Respekt und Vielfalt sowie antirassistische Bildungsarbeit sind von unschätzbarem Wert für unsere Stadtgesellschaft. Dass wir nun das Geld zielgerichtet einsetzen können, ist ein wertvolles, in die Zukunft gerichtetes Zeichen.“
Auch die Leiterin des durch die Evangelische Kirche betriebenen und die Stadt Hanau geförderten Jugendzentrums, Antje Heigl, begrüßt die Entscheidung: „Der Bus ist für unsere Arbeit unverzichtbar. Er ermöglicht es uns, Jugendliche unabhängig von ihrer finanziellen Situation an gemeinsamen Aktivitäten teilhaben zu lassen. Dass nun ein neues Fahrzeug angeschafft werden kann, ist ein großer Gewinn für unsere Arbeit und für die jungen Menschen in Kesselstadt.“
Das Jugendzentrum Kesselstadt leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration und zur Prävention von Ausgrenzung und Rassismus. Der neue Kleinbus ermöglicht es, bewährte Angebote fortzuführen und neue Projekte zu realisieren. Er schafft Mobilität, eröffnet Teilhabe und stärkt den Zusammenhalt unter Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft.
Mit der Entscheidung wird sichergestellt, dass die Spende der Firma Heraeus nachhaltig ihrem Zweck zugutekommt: der Unterstützung von Menschen und Initiativen, die sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus einsetzen. „Die Stadt Hanau sieht in der Investition ein starkes Signal für die Zukunft der Jugendarbeit und das gemeinsame Engagement für eine offene, vielfältige Gesellschaft“, so Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn
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Quelle: Stadt Hanau

