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Heiner Hartmann hospitiert bei der SPD-Fraktion

Brücke statt Bündnis – Heiner Hartmann (Die Linke) tritt Hospitation bei SPD-Fraktion an

Heiner Hartmann, Stadtverordneter der Linken in Gelnhausen, wird künftig als Hospitant in der SPD-Fraktion mitarbeiten. Die Fraktion hat dem einstimmig zugestimmt. Hartmann bleibt politisch unabhängig, behält also seine Entscheidungsfreiheit und tritt nicht der SPD bei. Dennoch: Die Zusammenarbeit soll enger werden, wo Positionen es zulassen.

„Wir haben Heiner Hartmann herzlich willkommen geißen und freuen uns auf die Zusammenarbeit”, sagt SPD-Fraktionsvorsitzende Victoria Schmidt. „Als fraktionsloser Stadtverordneter hatte er bislang weniger Zugang zu Informationen und Strukturen der parlamentarischen Arbeit. Das wollen wir ändern – im Interesse einer lebendigen und fairen Demokratie in Gelnhausen.”

Unabhängigkeit bleibt gewahrt

Klar ist: Eine Hospitation ist keine Fraktionsmitgliedschaft. Heiner Hartmann tritt der SPD nicht bei und bleibt in seinen Abstimmungen frei. Bei inhaltlichen Unstimmigkeiten wird er sich enthalten, diese Position hat er mit der Fraktion vorab abgestimmt. Ebenso werden Anträge der Linken zuvor mit der SPD-Fraktion abgestimmt, Alleingänge schließt Hartmann aus. „Das ist eine Zusammenarbeit auf Augeniöhe, keine Vereinnahmung”, betont Schmidt.

Heiner Hartmann ist seit 1986 im politischen Betrieb aktiv und bringt jahrzehntelange Erfahrung mit. Er rückte nach dem Mandatsverzicht von Sebastian Ries für Die Linke in die Stadtverordnetenversammlung nach. Als einziger Vertreter seiner Partei konnte er keine eigene Fraktion bilden. Fraktionslose Stadtverordnete haben strukturell weniger Möglichkeiten der Mitarbeit. Die Hospitation bei der SPD schafft hier Abhilfe: Hartmann übernimmt zum Beispiel einen Platz im Bauausschuss, auf den der Röther Ortsvorsteher Ottmar Schüll im Gegenzug verzichtet.

Gemeinsame Themen, unterschiedliche Wege

SPD und Linke teilen in Gelnhausen durchaus inhaltliche Schnittmengen: soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum, städtische Daseinsvorsorge. Diese gemeinsamen Anliegen können in der Hospitation besser eingebracht werden, ohne dass Hartmann seine politische Identität aufgibt.

„Ich schätze die konstruktive Arbeit der SPD-Fraktion und freue mich, künftig besser eingebunden zu sein”, sagt Heiner Hartmann. „Gelnhausen braucht starke linke Stimmen, und die können sich auf diese Weise mehr Gehör verschaffen. Meine politische Linie bleibt die meine. Aber gemeinsam lässt sich mehr bewegen.”

Einstimmiges Votum – ein klares Signal

Die SPD-Fraktion hat die Aufnahme Hartmanns als Hospitant einstimmig beschlossen. „Demokratie lebt davon, dass alle Stimmen gehört werden – auch jene, die keine eigene Fraktion bilden können”, sagt Victoria Schmidt. „Wir freuen uns auf Heiner Hartmann als Hospitanten und sind gespannt, was wir gemeinsam in Gelnhausen bewegen können.”

(Textende)

Bildunterschrift: Ewald Desch (l.), Victoria Schmidt (2.v.l.) und Jakob Mähler (r.) begrüßen Heiner Hartmann (2.v.r.) vom Linken, der künftig in einer Hospitanz mit der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung zusammenarbeiten wird.

Quelle: Klaus Brune Pressesprecher SPD Fraktion

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