Regierungspräsident übergibt Genehmigungsbescheid an die Harry Südwest GmbH
Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt hat auf der Baustelle der Harry Südwest GmbH in Erlensee den Genehmigungsbescheid zur Errichtung und zum Betrieb einer neuen Großbäckerei übergeben. Die Anlage zur Herstellung von Backwaren ist nach dem Immissionsschutzrecht genehmigungsbedürftig. Wegen ihrer Größe unterliegt sie zudem den Anforderungen der europäischen Industrie-Emissions-Richtlinie.
„Das Verfahren zeigt, dass eine sorgfältige Umweltprüfung und eine zügige Genehmigung kein Widerspruch sein müssen“, sagt Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt. „Das schafft Rechtssicherheit für Unternehmen und Planungssicherheit für Investitionen.“ Hilligardt betont: „Die Bürgerinnen und Bürger im Regierungsbezirk sowie die Menschen, die in Erlensee in unmittelbarer Nähe zur genehmigten Anlage wohnen, arbeiten oder sich aufhalten, können sich darauf verlassen, dass das RP eine Genehmigung erst erteilt, wenn schädliche Einwirkungen nicht zu befürchten sind.“
Prof. Hilligardt dankte den Beschäftigten des Regierungspräsidiums (RP) für die zügige Bearbeitung des Genehmigungsantrags. Insgesamt neun Teilbereiche der Behörde waren daran beteiligt. Darüber hinaus wurden das Gesundheitsamt, der vorbeugende Brandschutz, die Bauaufsichtsbehörde, das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, die Umwelt- und Naturschutzbehörde des Main-Kinzig-Kreises, der Zweckverband Entwicklung Fliegerhorst Langendiebach sowie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie eingebunden. Durch die koordinierte Verfahrensführung der Frankfurter Umweltabteilung des RP Darmstadt konnte der Genehmigungsbescheid zügig erteilt werden.
Hintergrund
Die Harry-Brot Group SE & Co. KG investiert 200 Millionen Euro in den Bau einer neuen Großbäckerei im hessischen Erlensee. Die zwölfte Produktionsstätte des Unternehmens soll Mitte 2028 in Betrieb gehen und über 300 Tonnen Brot und Brötchen pro Tag produzieren. Zugleich entstehen rund 300 neue Arbeitsplätze in der Region. Das Gebäude soll 100 Meter breit und 390 Meter lang werden. Mit dem neuen Werk will Harry-Brot seine Präsenz im Süden Deutschlands ausbauen, wo das Unternehmen bislang kaum vertreten ist.
Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben auf modernste Technik und Nachhaltigkeit. Dabei ist es ihm besonders wichtig, Backwaren möglichst absatznah zu produzieren und sie auf kurzen Wegen innerhalb weniger Stunden in den regionalen Lebensmitteleinzelhandel zu bringen. Auch regionale Rohstoffe und kurze Transportwege spielen eine zentrale Rolle.
Foto v.l.n.r.: Sylvia Braun (Bürgermeisterin Bruchköbel), Stefan Erb (Bürgermeister Erlensee), Regierungspräsident Prof. Dr. Jan Hilligardt, Dr. Nicole Volz (RP Darmstadt), Arndt Rüsges (Geschäftsführer Produktion und Technik Harry-Brot).
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Matthias Schaider
Pressesprecher
Leiter der Stabsstelle Presse, Dokumentation und Kommunikation
Quelle: Regierungspräsidium Darmstadt

