Die anhaltenden Hitzeperioden zeigen, dass die Folgen der
Klimakrise längst auch im Main-Kinzig-Kreis spürbar sind. Hohe Temperaturen und
tropische Nächte belasten insbesondere ältere Menschen, gesundheitlich
vorerkrankte Personen sowie Beschäftigte in Einrichtungen, in denen eine
dauerhafte Versorgung und Betreuung gewährleistet werden muss. Für die
Kreistagsfraktion von Büdndis90/Die Grünen ist deshalb klar: Der Hitzeschutz
muss stärker in den Fokus der Kreispolitik rücken.
„Die Klimakrise ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie
wirkt sich bereits heute ganz konkret auf die Gesundheit vieler Menschen aus.
Deshalb müssen wir unsere öffentlichen Einrichtungen besser auf zunehmende
Hitzewellen vorbereiten und dort handeln, wo Menschen besonders geschützt
werden müssen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion,
Mahwish Iftikhar.
Besonders betroffen sind die Main-Kinzig-Kliniken sowie die
Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Dort
treffen hohe Temperaturen auf Menschen, die aufgrund ihres Alters oder ihres
Gesundheitszustands besonders gefährdet sind. Gleichzeitig arbeiten die
Beschäftigten auch während extremer Hitze unter hoher körperlicher und
psychischer Belastung.
Die Kreistagsabgeordnete und Notfallsanitäterin Lene Jeckel
kennt die gesundheitlichen Folgen extremer Temperaturen aus ihrem beruflichen
Alltag: „Es gibt Einsätze, die vergisst man nicht. Menschen, die an den Folgen
extremer Hitze sterben, obwohl vieles vermeidbar gewesen wäre. Als
Notfallsanitäterin macht mich das betroffen. Niemand sollte sein Leben
verlieren, weil wir die Auswirkungen der Klimakrise unterschätzen oder beim
Hitzeschutz zu spät handeln.“
Die Grünen werden deshalb eine parlamentarische Initiative in
den Kreistag einbringen. Ziel ist es, den Hitzeschutz in den Kliniken, den
Einrichtungen der Altenhilfe und Pflege, den Schulen sowie weiteren
kreiseigenen Gebäuden gezielt auszubauen. Dazu gehören bauliche Maßnahmen wie
außenliegender Sonnenschutz, Verschattung, moderne Lüftungs- und Kühlsysteme
sowie Klimaanlagen in besonders sensiblen und stark belasteten Bereichen.
Neben langfristigen Investitionen sollen auch kurzfristig
umsetzbare Maßnahmen berücksichtigt werden. Dazu können etwa Kühlkleidung,
kühlende Einlagen oder Kühldecken für Beschäftigte und besonders gefährdete
Personen gehören. Solche Hilfsmittel lassen sich vergleichsweise schnell
einsetzen und können während akuter Hitzeperioden unmittelbar entlasten. Für
die Grünen gehören Klimaschutz und Klimaanpassung untrennbar zusammen. Neben
den Investitionen muss der Main-Kinzig-Kreis seine Infrastruktur gleichzeitig
an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels anpassen. Dass die Grünen auf
Bundesebene zuletzt ein Sofortprogramm für mehr Hitzeschutz gefordert haben,
zeigt: Es braucht Investitionen auf allen politischen Ebenen- auch vor Ort.
„Die zunehmenden
Hitzewellen machen deutlich, dass wir nicht länger abwarten dürfen. Jetzt
braucht es entschlossenes Handeln, damit der Main-Kinzig-Kreis besser auf die
Folgen der Klimakrise vorbereitet ist“, so Iftikhar abschließend.
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Kreistagsfraktion Main-Kinzig-Kreis

