Der Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Goßner hat am Montag in seiner Funktion als gewerkschaftspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion rund 50 Gewerkschaftsmitglieder und Funktionäre der alternativen Gewerkschaft ZENTRUM im Deutschen Bundestag empfangen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen aktuelle Fragen der Gewerkschaftspolitik. Goßner warb für mehr gewerkschaftlichen Pluralismus und sprach sich gegen gesetzliche und politische Strukturen aus, die aus seiner Sicht vor allem große, etablierte Verbände begünstigen. Arbeitnehmer müssten frei entscheiden können, von welcher Gewerkschaft sie vertreten werden wollen.
Zugleich stellte Goßner sein gewerkschaftspolitisches Positionspapier vor, das er in Kürze der AfD-Bundestagsfraktion zur Verabschiedung vorlegen wird. Darin spricht er sich unter anderem für mehr Pluralismus, mehr Staatsferne und gegen die Benachteiligung kleinerer Gewerkschaften aus.
Kritisch äußerte sich Goßner insbesondere zum Tarifeinheitsgesetz. Dieses benachteilige kleinere und neue Gewerkschaften und beschneide die Koalitionsfreiheit. Zudem lud er die Teilnehmer zur 1.-Mai-Kundgebung seines Kreisverbandes nach Göppingen ein, die bewusst ein Gegengewicht zu politisch moralisierenden und volkspädagogischen Tendenzen innerhalb des DGB setzen soll.
Goßner erklärte: „Gewerkschaftliche Vielfalt ist Ausdruck der Koalitionsfreiheit. Arbeitnehmer brauchen keine politisch geschützten Machtblöcke, sondern echte Wahlfreiheit und faire Bedingungen für unterschiedliche gewerkschaftliche Angebote.”
Quelle: Hans-Jürgen Goßner

