Dienstag, Juli 28, 2026
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Einsatz für die Demokratie mit neuen Konzepten

Lebenslanges Lernen hat sich die Bildungspartner GmbH Main-Kinzig auf die Fahnen geschrieben. Im Gespräch mit Geschäftsführer Dirk Niedoba tauschten sich die beiden heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Wiegelmann und Pascal Reddig über aktuelle Entwicklungen in der Erwachsenenbildung sowie über die Zukunft der Volkshochschulen aus.

Die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH sind mit ihrer regionalen Volkshochschule (vhs) sowie den Angeboten für Unternehmen, Vereine und Kommunen der größte Weiterbildungsträger im Main-Kinzig-Kreis. Im Jahr ihres 80-jährigen Bestehens leisten sie einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Qualifizierung, zur Grundbildung und der sprachlichen Bildung sowie zur Gesundheitsbildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ein Gesprächsthema war das sogenannte Statusfeststellungsverfahren für selbstständige Lehrkräfte an Volkshochschulen. Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts, das die Voraussetzungen für eine selbstständige Lehrtätigkeit verschärft hat. Um den Weiterbildungsträgern Planungssicherheit zu geben, hat der Gesetzgeber eine Übergangsregelung bis Ende 2027 geschaffen.

Dirk Niedoba machte deutlich, dass die aktuelle Rechtslage Unsicherheiten für die Weiterbildungsträger mit sich bringt. Die vielen engagierten, überwiegend nebenberuflich tätigen Selbstständigen, gewährleisten die Vielfalt und Aktualität des vhs-Programms. Sie haben damit eine gesellschaftspolitisch hoch relevante Rolle inne. Sollten künftig mehr Lehrkräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt werden müssen, könnten die Angebote spürbar teurer werden oder müssten verringert werden.

„Wir brauchen klare und bundesweit einheitliche Prüfkriterien, damit Träger und Lehrkräfte endlich Rechtssicherheit haben“, betonte Johannes Wiegelmann. Und Pascal Reddig, der auch Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales ist, ergänzte: „Gleichzeitig müssen wir vermeiden, dass Menschen durch Scheinselbstständigkeit oder geringfügige Beschäftigung später in die Altersarmut geraten.“

Neben den arbeitsrechtlichen Fragen informierten sich die Bundestagsabgeordneten auch über die Demokratiewerkstätten der Bildungspartner. Derzeit gibt es sieben solcher Angebote im Main-Kinzig-Kreis. Mit einem neuen Konzept setzen die Bildungspartner verstärkt auf aufsuchende Bildungsarbeit in Vereinen, Verbänden oder auch Museen und Büchereien. Der klassische Vortrag im Dorfgemeinschaftshaus werde immer weniger nachgefragt.

Quelle: Team Wiegelmann/Team Reddig

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