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Ein Drachennest für Meerholz

Sanierungsmaßnahmen an Kita in der Straße der Jugend laufen – Bürgermeister und Gesamtelternbeiratsvorsitzende vor Ort

In Meerholz entsteht ein „Drachennest“: So soll die städtische Kindertagesstätte in der Straße der Jugend in Meerholz nämlich heißen, wenn die technische Sanierung abgeschlossen ist. Die Bauarbeiten sind seit einigen Monaten im Gange. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner, Jane Kolczok, die pädagogische Fachberatung der städtischen Kitas, und die Spitze des Gesamtelternbeirats verschafften sich vor Ort einen Eindruck vom Stand der Bauarbeiten.  Architekt Bernd Winter vom Architektur- und Ingenieurbüro winter-bauconcept und sein Projektleiter Nico Kirstein erläuterten Details der Sanierungsmaßnahme.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats der Gelnhäuser Kitas, Stefan Oliva, und der zweiten Vorsitzenden Katharina Fiedler, besuchten Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner und Jane Kolczok die Kita-Baustelle. „Man möchte es kaum glauben, aber viel ist vom alten Gebäude im Inneren nicht mehr zu sehen“, zeigte sich der Bürgermeister erstaunt. Die Kita in der Straße der Jugend erstreckt sich über zwei miteinander verbundene Gebäudeteile. Dort sollen künftig bis zu 94 Kinder in fünf Gruppen betreut werden. Auch Krippen-Gruppen sind geplant. Im Untergeschoss findet zudem eine Umnutzung der bestehenden Räumlichkeiten statt. „Extern genutzte Vereinsräume werden künftig der Kita-Nutzung zugeordnet. Diese Bereiche werden in einen Bewegungsraum und sonstige Nebenräume der Kita umgewandelt.“

„Dass die Einrichtung in Zukunft auch wieder einen eigenen Turnraum besitzen wird, ist ein toller Gewinn für die Entwicklung und die Förderung der Kinder“, hebt Stefan Oliva, Vorsitzender des Gesamtelternbeirats hervor. Im Erdgeschoss wurde von den Planern an alles gedacht: ein Büro für die Kita-Leitung, eine neue Frischeküche und ein moderner Pausenraum für das Personal. Gleichzeitig wurde auch die Fluchtwegesituation stark optimiert.

„Mit der Sanierung des Drachennests wird ein wichtiger Schritt getan, weitere Betreuungsplätze zu schaffen und mit der erneuerten Infrastruktur den Kindern eine ansprechende Betreuungseinrichtung und den Erzieher:innen ein modernes Arbeitsumfeld anbieten zu können.“

Die Erschließung des Grundstückes und des Gebäudes erfolgt ohne große Veränderungen. Es wurde allerdings ein zusätzlicher Durchgang zum hinteren Garten geschaffen, der bis dato ungenutzt geblieben ist. Hier befindet sich dann zukünftig ein direkter Zugang zur neuen Küche. Für diesen Durchgang wurde der ungenutzte Zwischenbau am Ende des Innenhofes bis unter das durchgehende Dach abgetragen.

„Das Gelände im vorhandenen und erweiterten Innenhof wird erhöht, um einen ebenerdigen Durchgang zwischen den Gebäudeteilen zu ermöglichen und der Zugang zum Innenhof von der Straße aus wird über eine neue Außentreppe und eine neue Rampe erfolgen. So werden wir den Anforderungen für eine barrierefreie Kita gerecht“, stellt der Bürgermeister fest.

Die Außenanlage und der Spielbereich werden erneuert, optimiert und gärtnerisch angelegt. Auch werden alte und nicht mehr nutzbare Spielgeräte durch neue ersetzt.

„Des Weiteren erhalten die meisten Gebäudeteile eine neue Außendämmung und werden optisch aufgewertet. Sämtliche Außentüren und Fenster werden erneuert und – wo möglich – mit einem äußeren Sonnenschutz versehen“, erläutert Architekt Nico Kirstein.

Den größten Anteil der Sanierung nimmt die Haustechnik ein. Sämtliche Heizkörper als auch die vorhandenen Fußbodenheizungen inklusive des kompletten Fußbodenaufbaus werden ausgetauscht. Das komplette Leitungssystem der Heizung und Trinkwasserversorgung, sowie die elektronischen Leitungen werden ebenso komplett erneuert. Die Gasheizung wird auf einen aktuellen Stand gebracht und das ganze Heizungssystem um eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erweitert.

„Die Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt und auf den Dachflächen nach Süden werden wir großflächig eine Photovoltaik-Anlage installieren. All diese Maßnahmen bringen deutliche Verbesserungen im Bereich der Unterhaltskosten mit sich“, so der Rathauschef. Der produzierte Strom soll in erster Linie in der Kita genutzt werden und der Überschuss wird in das öffentliche Netz eingespeist. Der neue Bewegungsraum im Untergeschoss wird mit einer dezentralen Lüftungsanlage inklusive Wärmerückgewinnung errichtet.

„Wir sind der Einladung von Herrn Glöckner, das Drachennest zu besichtigen, gerne nachgekommen und konnten einen guten Einblick in den Stand der Sanierungsmaßnahmen gewinnen“, dankt Stefan Oliva vom Gesamtelternbeirat.

Gemeinsam mit den Gesamtelternbeiratsvorsitzenden werde in den nächsten Monaten der Masterplan Kita für die kommenden Jahre überarbeitet, so der Bürgermeister abschließend.

Foto von links: Katharina Fiedler, Stefan Oliva, Bürgermeister Daniel Chr. Glöckner, Bernd Winter und Jane Kolczok

Quelle: Elke Weigelt

 

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