Knapp 100 Engagierte aus allen Generationen packten mit an – Bürgermeister Dominik Brasch besuchte die Aktionen am Ehrentag und dankte den Beteiligten persönlich
Bad Soden-Salmünster. Der erste bundesweite Ehrentag ist auch in Bad Soden-Salmünster mit Leben gefüllt worden. Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ beteiligten sich Vereine, Gruppen und Initiativen aus der Kurstadt mit ganz unterschiedlichen Aktionen. Insgesamt waren knapp 100 Menschen aktiv – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu erfahrenen Ehrenamtlichen aus den Vereinen und Ortsteilen.
Der Ehrentag wurde auf Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt ins Leben gerufen. Anlass ist der Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai. Im Mittelpunkt stand dabei nicht eine zentrale Feier, sondern das gemeinsame Anpacken vor Ort: Vereine, Initiativen, Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen waren bundesweit eingeladen, mit kleinen und großen Aktionen sichtbar zu machen, wie lebendig Engagement und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland sind.
„Besonders schön war für mich, dass bei uns wirklich alle Generationen dem Aufruf gefolgt sind“, sagte Bürgermeister Dominik Brasch. „Der Ehrentag hat gezeigt, was Bad Soden-Salmünster ausmacht: Menschen reden nicht nur darüber, dass man etwas tun müsste, sondern sie packen an – für ihren Ortsteil, für die Gemeinschaft, für andere.“
Die Bandbreite der Aktionen war groß. In Wahlert war bereits am Morgen richtiges Schuften angesagt: Die Arbeitsgemeinschaft 700 Jahre Wahlert machte unter dem Motto „FIT fürs Fest“ den Ortskern rund um Gemeindehaus, Salzstraße, Erlenweg und Festmeile bereit für das anstehende Jubiläumswochenende zur 700-Jahr-Feier. Beim Vogel- und Naturschutzverein Bad Soden-Salmünster 1973 e.V. stand der „Tag des offenen Turms“ an der Trafostation im Schwedenring im Mittelpunkt. Dort konnten Besucherinnen und Besucher außerdem gegen einen kleinen Betrag Vogelhäuser des Behinderten-Werks Main-Kinzig zusammenbauen und mit nach Hause nehmen.
Der Förderverein der Grundschule Romsthal öffnete unter dem Motto „Offene Schulbücherei & Kreativcafé – Für dich. Für uns. Für alle.“ die Schulbücherei mit Kreativraum. Geboten wurden unter anderem eine offene Bücherei zum Stöbern, eine Bücher-Rallye für Kinder, Bastelstationen, kleine Vorlesezeiten sowie Kaffee, Tee und Muffins.
Auch der Kinder- und Jugendbeirat sowie die Pfadfinder beteiligten sich mit mehreren Aktionen. Dazu gehörten die Erneuerung des Insektenhotels am Wiesenweg, eine Säuberungsaktion am Klingbach, gemeinsame Spiele und ein Lagerfeuer am Festplatz in Salmünster zum Abschluss.
Bereits am 17. Mai hatte zudem der Heimat- und Geschichtsverein seine reguläre Öffnung des Heimatmuseums unter das Motto „Ehrentag“ gestellt und damit ebenfalls einen Beitrag zur lokalen Beteiligung geleistet. Die Vereinsrückmeldungen zu den Aktionen sind damit vollständig aufgegriffen.
Bürgermeister Brasch besuchte die Aktionen am 23. Mai persönlich vor Ort und überreichte den Aktiven jeweils eine kleine Aufmerksamkeit als Dankeschön der Stadt. „Ehrenamt braucht keine großen Worte, aber es braucht sichtbare Wertschätzung“, so Brasch. „Wer seine freie Zeit einsetzt, damit ein Ort schöner, lebendiger, sauberer, sozialer oder kulturell reicher wird, verdient Anerkennung – nicht nur an einem Ehrentag, sondern dauerhaft.“
Im Anschluss waren alle Beteiligten eingeladen, den Tag gemeinsam im Biergarten im Schleifrashof ausklingen zu lassen. Damit stand neben dem praktischen Einsatz auch das im Mittelpunkt, was den Ehrentag bundesweit prägen sollte: Begegnung, Austausch und das gute Gefühl, gemeinsam etwas für die eigene Stadt und das Miteinander getan zu haben.
Für Bad Soden-Salmünster hatte die Beteiligung am Ehrentag auch eine besondere Vorgeschichte. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Netzwerk Junger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dem Bundespräsidenten zugesagt, sich an der bundesweiten Aktion zu beteiligen. „Dieses Versprechen haben wir in Bad Soden-Salmünster sehr gerne eingelöst“, sagte Brasch, der stellvertretender Bundesvorsitzender des Netzwerks ist. „Gerade Kommunen sind die Orte, an denen Demokratie konkret wird. Hier entscheidet sich, ob Menschen sich begegnen, ob sie mitmachen und ob sie erleben: Ich kann etwas beitragen.“
Auch für die kommenden Jahre kann sich Brasch eine Beteiligung der Stadt am bundesweiten Ehrentag gut vorstellen. „Vielleicht entstehen daraus künftig noch weitere Formate, die das Ehrenamt an diesem Tag besonders in den Fokus rücken – nicht nur, um Danke zu sagen, sondern auch, um neue Menschen dafür zu gewinnen. Denn Ehrenamt bleibt dann stark, wenn es sichtbar ist, wenn es Freude macht und wenn Menschen erleben: Hier werde ich gebraucht, und hier kann ich etwas bewirken.“
Der erste bundesweite Ehrentag habe deutlich gemacht, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht abstrakt entstehe, sondern im Alltag: in Vereinen, Initiativen, Schulen, Ortsteilen, Nachbarschaften und überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. „Dafür danke ich allen, die mitgemacht haben – und allen, die sich in unserer Stadt Tag für Tag ehrenamtlich engagieren“, so Brasch.
Quelle: Dominik Brasch

