Donnerstag, August 13, 2026
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Evonik setzt in Hanau auf Zukunftstechnologien

Die chemische Industrie steht unter Druck. Hohe Energiekosten, schwaches Wirtschaftswachstum und die unsichere weltpolitische Lage belasten die Branche. Umso wichtiger ist für den CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig der direkte Austausch mit den Unternehmen vor Ort. Bei einem Besuch bei Evonik im Industriepark Wolfgang in Hanau informierte er sich darüber, wie der Spezialchemiekonzern den aktuellen Herausforderungen begegnet und welche Perspektiven der Standort trotz eines aktuell schwierigen Marktumfelds bietet.

Gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert und Patryk Windhövel von der CDU Hanau sprach Reddig mit Kerstin Oberhaus, Standortleiterin des Industrieparks Hanau, Renée Röske, Referentin für politische Kommunikation, Betriebsrat Sebastian Roos, Markus Hartung vom Sprecherausschuss Hanau sowie Patrik Stenner, Leiter des Bereichs elektrochemische Prozesse.

Am Standort Hanau beschäftigt Evonik derzeit fast 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa 800 in Forschung und Entwicklung. Erst vor sechs Wochen hatte das Unternehmen angekündigt, weltweit 3.200 Stellen abzubauen, davon 2.150 in Deutschland. Als Ursachen für den Stellenabbau nannte das Unternehmen unter anderem die angespannte weltpolitische Lage und das anhaltend schwache Wirtschaftswachstum.

Im Gespräch machten die Unternehmensvertreter deutlich, dass insbesondere die im internationalen Vergleich hohen Energiepreise sowie ein hohes Maß an Regulierung und Bürokratie die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie beeinträchtigen. Investitionsentscheidungen würden dadurch erschwert und Innovationen ausgebremst.

„Deutschland braucht wieder bessere Rahmenbedingungen für seine Industrie und eine Ermöglichungskultur. Gerade Unternehmen, die in Forschung investieren und hochwertige Arbeitsplätze schaffen, müssen sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, schnellere Genehmigungsverfahren und weniger Bürokratie“, sagte Reddig.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass Evonik den Standort Hanau langfristig weiterentwickeln will. Patrik Stenner stellte unter anderem ein Forschungs- und Investitionsprojekt im Bereich elektrochemischer Prozesse vor. So erläuterte der Ingenieur die Vorteile der Elektrodialyse – ein Verfahren, mit dem Salze aus chemischen Prozessen wieder in wertvolle Ausgangsstoffe umgewandelt werden können. Dadurch lassen sich Rohstoffe zurückgewinnen, Energie einsparen und CO₂-Emissionen reduzieren. Evonik plant, in den kommenden Jahren ein Forschungs- und Skalierungszentrum für Elektrochemie aufzubauen.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Labore erhielten Reddig und seine Begleiter Einblicke in die praktische Forschungsarbeit. Für den Bundestagsabgeordneten zeigte der Besuch, dass wirtschaftliche Stärke und technologische Innovation eng zusammengehören.

„Wenn Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen in neue Technologien investieren, ist das ein wichtiges Signal. Politik muss ihren Beitrag leisten, damit solche Investitionen auch künftig in Deutschland stattfinden“, so Reddig.

Quelle: Team Reddig

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