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Bezahlen im Supermarkt: Die Girocard wandert direkt in die Händler-Apps

Wer im Supermarkt, beim Lieferdienst oder an der Zapfsäule mit dem Smartphone bezahlt, nutzt dafür meist Bezahldienste wie Apple Pay, Google Pay oder PayPal. Die klassische Girocard (vielen noch als EC-Karte bekannt) war in den eigenen Apps der großen Handelsketten bislang oft außen vor. Das soll sich nun ändern: Wie die EURO Kartensysteme GmbH mitteilt, startet eine neue In-App-Zahlungsfunktion für Deutschlands meistgenutztes Zahlungssystem.

Bezahlen per Smartphone wird im Alltag immer selbstverständlicher – bald auch direkt über Händler-Apps mit der Girocard.. Quelle: d3sign / Getty Images

Was bedeutet das für Verbraucher im MKK?

Bislang bieten viele Ketten (wie Lidl, Netto oder Edeka) eigene Apps an, mit denen Kunden Coupons aktivieren, Treuepunkte sammeln und manchmal auch bezahlen können. Für die Bezahlung musste dort bisher meist mühsam ein SEPA-Lastschriftmandat oder eine Kreditkarte hinterlegt werden.

Künftig können Kunden ihre Girocard direkt in diesen Händler-Apps verknüpfen. Das bringt im Alltag handfeste Vorteile:

Kein Daten-Abtippen: Die Einrichtung läuft unkompliziert über den bereits vorhandenen Online-Banking-Zugang und die gewohnte Banking-App der heimischen Sparkasse oder Volksbank via TAN-Verfahren.

Schneller Check-out: Über ein sogenanntes „Whitelisting“ können Kunden den jeweiligen Händler als vertrauenswürdig einstufen. Beim Einkaufen im Laden per Scan & Go oder beim Abholen von Click & Collect-Bestellungen entfällt dann die erneute Freigabe bei jedem einzelnen Bezahlvorgang.

Sicherheit: Jede Zahlung läuft über die hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft.

Auch der lokale Handel profitiert

Für die Handels- und Dienstleistungsunternehmen in der Region bietet das System ebenfalls einen großen Vorteil: Die In-App-Zahlungen werden über die bestehende, für den Handel sehr kostengünstige Entgeltstruktur der Girocard abgewickelt. Teure Gebühren für Kreditkarten-Abwicklungen im E-Commerce fallen damit weg.

Laut aktuellen Studien des EHI Retail Institutes setzen bereits 36 Prozent der Handelsunternehmen auf Payment-Funktionen in ihren eigenen Apps, weitere 18 Prozent planen dies. Mit der Freigabe der Girocard für den Pilotbetrieb dürfte das digitale Bezahlen beim täglichen Einkauf im Main-Kinzig-Kreis bald noch ein Stück unkomplizierter werden.

Quelle: EURO Kartensysteme

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