zum Wochenende starten in Hessen die lang ersehnten Sommerferien – zeitgleich wird es zum Ferienstart wieder voll auf den hiesigen Autobahnen. Damit die Urlaubsstimmung nicht schon vor Ankunft am Urlaubsort getrübt wird, sollten sich Reisende passend auf die Urlaubsfahrt vorbereiten. Der ADAC Hessen-Thüringen hat fünf Tipps zum Ferienstart.
Verkehr umgehen
Staugefahr droht in Hessen vor allem ab Freitagnachmittag sowie am sich anschließenden Wochenende. Besonders kritisch sind die Fernverbindungen über die Autobahnen A3, A5 und A7. Stauschwerpunkte sind zudem im Bereich der Autobahn-Baustellen zu erwarten – bundesweit gibt es derzeit rund 1000 Baustellen.
Besonders staureiche Strecken in Hessen:
A3 Frankfurt – Köln (zw. Mönchhof-Dreieck und Wiesbadener Kreuz)
A4 beide Richtungen (zw. Friedwald und Kirchheimer Dreieck)
A5 beide Richtungen (zw. Ohmtaldreieck und Grünberg / zw. Bad Homburger Kreuz und Frankfurter Kreuz)
A7 Fulda – Würzburg
A45 Gießen – Hagen
A60 Mainz – Rüsselsheim (zw. Mainspitz-Dreieck und Rüsselsheimer Dreieck)
A66 Wiesbaden – Frankfurt (zw. Schiersteiner Kreuz und WI-Erbenheim)
„Wer kann, sollte die Autofahrt antizyklisch planen. Von Montag bis Donnerstag sind die Straßen zu Ferienzeiten weniger stark befahren. An diesen Wochentagen kommen Reisende entspannter an ihr Ziel”, so Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.
Steht der Abreisetag schon fest und ist nicht flexibel verschiebbar, sollten Urlauber darauf achten, den regulären Berufsverkehr zu umgehen und in Randzeiten, wie frühmorgens oder abends loszufahren. Bei den hohen Temperaturen umgehen Autofahrer so zudem die Mittagshitze.
Vorausschauend planen
Um auf eventuelle Unwägbarkeiten vorbereitet zu sein, sollte die Reise vorausschauend geplant werden. Vor allem für Familien mit Kindern gehören ausreichend Getränke und regelmäßige Pausen mit viel Bewegung dazu. Vor der Abfahrt lohnt es, sich über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren und mögliche Alternativrouten rauszusuchen. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat kann zudem kleine Ausflüge abseits der Autobahn einplanen, um die Pausenzeiten noch vielfältiger zu gestalten. Touristische Hinweisschilder geben einen guten Überblick über Sehenswürdigkeiten in der jeweiligen Region.
Navigation nicht blind vertrauen
Wer sich nur auf sein Navigationsgerät verlässt, bleibt meist ratlos zurück, wenn es plötzlich nicht mehr weiter geht. Zwar arbeiten moderne Geräte zuverlässig, aber gerade Straßensperrungen oder Staus sind nicht immer aktuell verzeichnet. Gerade bei eingebauten Navis im Fahrzeug müssen regelmäßig Updates installiert werden, sonst ist die Software schnell veraltet.
„Autofahrer sollten sich vorab über die geplante Route informieren”, so der Verkehrsexperte Wolfgang Herda. “So bekommt der Fahrer einen Überblick über die Strecke und kann spontane Ausweichmöglichkeiten in Betracht ziehen.”
Gefährliche Hitze
Kinder und Tiere dürfen bei sommerlichen Temperaturen niemals im verschlossenen Auto zurückgelassen werden. Das Fahrzeuginnere heizt sich innerhalb kürzester Zeit extrem auf, was zu starken gesundheitlichen Problemen, wie Kreislaufversagen für die Insassen führen kann. Untersuchungen zeigen, dass sich die Temperatur im Auto bereits nach 30 Minuten bei sommerlichen 28 Grad auf eine kritische Temperatur von 50 Grad im Inneren erhöht.
Um das Auto vor Fahrtantritt möglichst kühl zu halten, sollten Autofahrer Schattenplätze nutzen und ihre Windschutzscheibe mit einer Schutzfolie abdecken. Trotz angenehmer Kühle sollte die Klimaanlage während der Fahrt nicht zu kalt und zu stark eingestellt werden. Die Folgen können Kreislaufprobleme und Verspannungen sein.
Rettungsgasse beachten
Wer in einen Stau gerät, muss bereits bei stockendem Verkehr an die Rettungsgasse denken. Stehen die Fahrzeuge im Stau erst einmal dicht an dicht, ist es nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu machen, lebensrettende Hilfe kommt womöglich zu spät.
Für die Rettungsgasse gilt: Alle Fahrzeuge auf der linken Spur weichen ganz nach links aus. Alle anderen müssen nach rechts ausweichen. Der Standstreifen muss befahrbar bleiben.
Quelle: ADAC Hessen-Thüringen e.V.

