Spessartbund-Kräuterexpertin zu Gast beim Alsberger Dorfverein / Dorffest am 12. Juni
Spessart (sg). Ganz hoch in den Norden des Spessarts begab sich jüngst Angelika Beyer, Kräuterfachfrau des Spessartbunds. Sie war der Einladung des Dorfvereins Alsberg gefolgt, um ihr Wissen an Interessierte weiterzugeben.
„Gemeinsam entdecken wir heimische Wildkräuter, ihre Düfte, ihre Wirkung und ihre Verwendung in Küche und Hausapotheke“, hatte es in der Einladung gehießen. Und so war es dann auch. Vom vielseitigen Labkraut über den spargelartigen Wilden Hopfen bis hin zum „Superfood“ Brennnessel erfuhren die Wanderer einiges über den Nutzen der Gewächse. Wusste die zertifizierte Kräuterfachfrau einmal nicht genau Bescheid, nahm sie den „BLV Pflanzenführer“ zur Hand. Ein dicker Wälzer mit 1150 Blumen, Gräsern, Bäumen und Sträuchern, der unauffällig in ihrer kleinen Gürteltasche gesteckt hatte. „Es gibt so viele Kräuter. Ich kann ja auch nicht jede Pflanze ganz genau kennen“, sagte sie und ergänzte: „Viele dieser Wildkräuter wachsen übrigens auch in unseren heimischen Gärten. Manche bezeichnen sie als „Unkraut“. Da empfehle ich Ihnen: Ärgern Sie sich nicht, essen Sie sie doch einfach auf.“
Zum Spessartbund gehört der Dorfverein Alsberg seit 2012, er zählt damit zu den jüngsten Ortsgruppen. Von den 180 Einwohnern haben sich gut ein Drittel dem Verein angeschlossen. Neben der Historie und der Heimatpflege haben sich die Aktiven auch die Förderung der Kultur sowie die Beobachtung und Pflege der heimischen Natur auf die Fahnen geschrieben.
Alsberg ist der kleinste und mit etwa 480 Höhenmetern auch am höchsten gelegene Stadtteil der Gemeinde Bad Soden-Salmünster. Da die ehemalige Rodungsinsel, vermutlich von Glasmachern gegründet, auf einem Höhenrücken liegt, hat man von fast jedem Punkt aus eine beeindruckende Aussicht über das Kinzigtal, den Spessart und den Vogelsberg.
Seit fünf Jahren können Besucher den Ort und seine Umgebung auch wandert auf einem „Europäischen Kulturweg“ erleben. Zwei Schleifen bringen die Geschichte der Kulturlandschaft näher. Der zwei Kilometer lange Spaziergang, den auch Angelika Beyer mit ihren Kräuterfreunden gegangen ist, führt durch Wiesen, zu Kirche und Panoramablick. Die rund zehn Kilometer lange Waldwanderung führt zum Alsberger Steinbruch, den Grenzzug mit den ältesten Grenzsteinen der Region sowie zum ehemaligen NATO-Lager und Golfplatz.
„Wir haben hier einfach die schönsten Sonnenuntergänge“, schwärmt Vorstandsmitglied Thorsten Burger, der gemeinsam mit Michaela Pfahls-Döppenschmitt den Kräuterspaziergang organisiert hatte. Schließlich sei man Mitglied im Spessartbund und wolle deshalb dessen Angebote auch gern nutzen, finden die beiden Alsberger.
Bereits diesen Freitag, den 12. Juni, soll Burgers Behauptung unter Beweis gestellt werden. Ab 16 Uhr startet das Sommerfest unter dem Motto “Alsberger SUNDOWNER” auf dem Alten Schulhof. Mit Live-Musik von „Baselmann meets Eichenauer“, leckerem Essen, kühlen Getränken, einer Hüpfburg für die Kinder und den schönsten Sonnenuntergängen im Dorf.

Quelle: Spessartbund

