Dienstag, April 14, 2026
Bericht einreichen
Werbung schalten
StartBildungs- & SchulberichteBehindertenbeauftragte ernannt: Neue Kräfte, um sich mit Barrieren auseinanderzusetzen

Behindertenbeauftragte ernannt: Neue Kräfte, um sich mit Barrieren auseinanderzusetzen

Die Mission: Barrieren in den Köpfen und im Alltag abbauen. Die Aufgabe: sachlich auf Missstände hinweisen. Das Ziel: Jeder soll glücklich und zufrieden in Nidderau leben können.

Seit über 20 Jahren verfügt die Stadt Nidderau über Behindertenbeauftragte. Nun hat sich das ehrenamtliche Gremium neu und deutlich breiter aufgestellt. Barbara Heilmann, Sandra Platano, Oliver Krökel und Felix Moskalenko verstärken die „Amtsinhaber“ Beate Hartmann und Witold Nalichowski, die sich seit über 16 Jahren um die Belange von Menschen mit Handicap kümmern. Aus einem Duo ist ein Sextett geworden.

„Die Behindertenbeauftragten legen den Fokus auf einen Bereich, der im Alltag zu oft zu kurz kommt. Es ist sehr schön und für mich persönlich auch sehr bewegend, dass die Stadt jetzt über so viele Menschen verfügt, die ein wenig piksen wollen“, sagte Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär, der gemeinsam mit Erstem Stadtrat Rainer Vogel im Familienzentrum die Ernennungsurkunden überreichte.

„Das Engagement der Behindertenbeauftragten ist ein kleiner, aber wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer inklusiven Welt“, ergänzte Erster Stadtrat Vogel. Nicht alles könne umgesetzt werden, vieles nur langsam. Aufgrund dieses Frustpotenzials sei er froh, dass man nun über „mehr Man- und Frauenpower verfügt“.

Erkrankung, Schlaganfall, Autounfall: Häufig war es ein einzelnes Ereignis, das die Ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten „komplett aus dem Leben gerissen hat“, wie Oliver Krökel es beschreibt. „Es braucht Kraft, um sich mit Barrieren auseinanderzusetzen“, sagt Felix Moskalenko. Der Physiotherapeut freut sich über die neue, gemeinsame Rolle, die hilft, „sachlich auf Missstände hinzuweisen“.

Sehbehinderung, Blindheit, Schlaganfall, Multiple Sklerose: Die verschiedenen Beeinträchtigungen der Mitglieder stellen unterschiedliche Expertise zur Verfügung, sagte Holger Nix, Fachbereichsleiter Soziales: „Inklusion ist ein Thema, das breit gedacht werden muss. Dafür braucht es ein breit aufgestelltes Gremium.“

Für Bürgermeister Bär ist die Arbeit der Behindertenbeauftragten, gerade mit Hinblick auf die 16 „Dienstjahre“ von Beate Hartmann und Witold Nalichowski, „bürgerschaftliches Engagement von seiner besten Seite“. Dass das Gremium nun so viel breiter aufgestellt ist, sei ein Verdienst von Seniorenberaterin Christiane Marx und ihrer Überzeugungskraft. Einen konkreten Handlungsauftrag gab Erster Stadtrat Vogel dem Sextett mit auf den Weg: die Deutsche Bahn „tagtäglich unter Druck setzen“, um die Barrierefreiheit der Bahnhöfe in Ostheim und Heldenbergen zu erlangen.

Magistrat der Stadt Nidderau

Quelle: Stadt Nidderau

Ähnliche Artikel
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -
- Werbung -

Am beliebtesten