Im Vorfeld der Kommunalwahl zieht die FDP Rodenbach eine kritische Bilanz der vergangenen Jahre und weist darauf hin, dass viele wesentliche Versprechen bislang unerfüllt geblieben sind.
Dr. Oliver Everling, der über die gesamte Wahlperiode hinweg Mitglied der Fraktion war, betont: „Ich habe alle Beratungen und Beschlüsse dieser Wahlperiode miterlebt. Ich weiß genau, was beschlossen, angekündigt und versprochen wurde – und was davon tatsächlich umgesetzt worden ist.“
Nach Auffassung der FDP verschafft sich die SPD im Wahlkampf einen Vorteil: Sie könne mit denselben Versprechungen antreten wie 2021, weil diese bislang nicht erfüllt worden seien. Projekte, die damals als konkrete Vorhaben präsentiert wurden, tauchten nun erneut als Zukunftsziele auf.
Das betreffe die Bulauhalle ebenso wie den Neubau des Feuerwehrhauses. Bereits 2021 sei in Aussicht gestellt worden, hier zügig tragfähige Lösungen zu schaffen. Statt klarer Umsetzungsschritte habe es jedoch immer neue Variantenbetrachtungen und zeitliche Verschiebungen gegeben. Die Feuerwehr warte weiterhin auf verlässliche Perspektiven für einen modernen, bedarfsgerechten Standort.
Auch beim geplanten neuen Begegnungszentrum habe die SPD große Erwartungen geweckt. Doch außer Planungsaufwand und exorbitant steigenden Kosten sei bislang kein sichtbares Ergebnis entstanden. Seit 2019 stehen die Rodenbacherinnen und Rodenbacher vor einem Abrissgrundstück, wo einst lebendiges Leben und Austausch stattfand. Für die FDP ist das ein Beispiel dafür, wie ambitionierte Ankündigungen ohne verbindliche Prioritätensetzung ins Leere laufen können.
Ein weiteres unerledigtes Versprechen betrifft den Glasfaserausbau. 2021 sei den Rodenbacherinnen und Rodenbachern eine moderne digitale Infrastruktur zugesichert worden. Viele hätten sich damals nicht vorstellen können, dass auch fünf Jahre später noch immer kein flächendeckender Glasfaseranschluss Realität sein würde. Trotz aller öffentlichen Bekundungen warteten zahlreiche Haushalte weiterhin auf konkrete Anschlüsse.
Für die FDP Rodenbach steht fest: Wahlversprechen sind Verpflichtungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern. „Es genügt nicht, Projekte immer wieder neu anzukündigen“, so Dr. Everling. „Entscheidend ist, ob am Ende greifbare Ergebnisse stehen.“
Die Freien Demokraten wollen im Wahlkampf deshalb die Bilanz der vergangenen fünf Jahre in den Mittelpunkt stellen. Rodenbach brauche Verlässlichkeit, Prioritäten und eine realistische Umsetzungspolitik statt der Wiederholung alter Ankündigungen.
Quelle: FDP-Ortsverband

