Politik lebt vom Austausch mit den Menschen vor Ort. Genau das zeigte die gut besuchte Veranstaltung „Schöneck im Dialog“ im Pfarrsaal der katholischen Kirche Christkönig: Viele Bürgerinnen und Bürger aus Schöneck nutzten die Gelegenheit, mit Hessens Innenminister Roman Poseck, Bürgermeisterin Carina Wacker, dem Schuldezernenten Jannik Marquart sowie den Kandidatinnen und Kandidaten der CDU Schöneck ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen Sicherheit, Ehrenamt und die Zukunft unserer Gemeinde.
Innenminister Poseck, der bereits zweimal zu Gast bei der Feuerwehr in Schöneck war, betonte zunächst die Wichtigkeit der freiwilligen Feuerwehren und würdigte das Ehrenamt als tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gerade in herausfordernden Zeiten seien Feiern, Brauchtum und Vereinsleben ein zentraler Kitt für die Gemeinschaft. Deshalb müsse man am Leitsatz festhalten: „Ermöglichen und nicht verhindern wollen.“ Beim Thema Sicherheit verwies Poseck auf die positive Entwicklung in Hessen: Die Kriminalität sei 2025 erneut gesunken. Der Minister sprach auch über die konsequente Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität – ausdrücklich auch des Linksextremismus. Die Gemeinde Schöneck erhielt für ihre besonders niedrige Kriminalitätsrate und die Teilnahme am Landesprogramm KOMPASS ein besonderes Lob von Poseck.
Jannik Marquart, Schuldezernent und CDU-Spitzenkandidat im Main-Kinzig-Kreis, erläuterte dann den von ihm initiierten Schulbauturbo und machte ihn am Beispiel der nur rund 200 Meter entfernten Friedrich-Ebert-Schule greifbar: Vorgesehen ist hier eine zweigeschossige Erweiterung mit zusätzlichen Klassenräumen; im Kreishaushalt stehen 4 Millionen Euro bereit.
Bürgermeisterin Carina Wacker beleuchtete aktuelle kommunalpolitische Themen und ging dabei auch auf die Fortschritte auf dem Weg zur Ansiedlung eines Rechenzentrums ein, verbunden mit der Perspektive zusätzlicher Einnahmen. Sie zeigte sich dankbar für das Finanzkonzept der CDU: Zuerst sollen Schulden getilgt werden, um dauerhaft Zinsen zu sparen. Später sollen notwendige Infrastrukturmaßnahmen finanziert werden – und zugleich ein Fundament für eine dauerhafte Senkung der Grundsteuer entstehen.
Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Verleihung des CDU-Heimatpreises an die Oberdorfelder Kerbburschen bzw. den Verein „Klaa Dorfeller Kerb“. Die Auszeichnung würdigt ein Engagement, das beispielhaft zeigt, wie Heimat im Alltag entsteht: Die Kerb wurde nach über 20 Jahren 2022 aus der Mitte des Ortes heraus wiederbelebt – mit dem klaren Ziel, Tradition zu bewahren und Dorfgemeinschaft zu stärken. Das Motto „Von Klaa Dorfeller für Klaa Dorfeller“ stehe dabei für einen klaren Gemeinsinn. Und auch die CDU sei seit Jahren gerne Teil dieser gelebten Zusammenarbeit: tatkräftig und bodenständig beim Thekendienst am Kerbwochenende. Für das vielleicht schönste Bild des Abends sorgten die Preisträger dann selbst: Die Kerbburschen überraschten mit einem Auftritt ihres Kerbbärs – ein Moment voller Humor, Herzlichkeit und Heimatgefühl. Innenminister Poseck und Carina Wacker wurden vom Dorfeller Maskottchen dabei herzlich gedrückt und geherzt.
Ein hessischer Imbiss bildete den geselligen Abschluss eines Abends, der Politik erlebbar machte – und der mit dem Kerbbären ein echtes „Schöneck-Highlight“ hatte.


Quelle: Thorsten Weitzel

