Rodenbach, 1. März 2026 – Wieder einmal stieß das schon traditionelle Frauenfrühstück der Rodenbacher Sozialdemokraten auf ein breites Interesse. Selbst das schöne Frühlingswetter hielt viele Rodenbacherinnen nicht davon ab, der Einladung von Organisatorin und Moderatorin Patricia Hudaff-Johnson zu folgen und in lockerer Atmosphäre mit der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl und Klaus Schejna, dem Spitzenkandidaten für die anstehende Kommunalwahl, über aktuelle politische Fragen zu diskutieren.
Eindrucksvoll schilderte Gnadl, die selbst Mutter dreier Kinder ist, ihre Vorstellungen von einer Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie war zu Beginn ihrer politischen Karriere stets auf die Unterstützung ihrer Familie angewiesen, weil die Anwesenheit von Kleinkindern im Parlament in Wiesbaden zu dieser Zeit noch unvorstellbar war. Zwar habe sich dies bis heute geändert, jedoch sei immer noch sehr, sehr viel auf diesem Gebiet zu tun.
Es könne einfach nicht sein, dass Frauen auch heute beruflich wegen ihrer Kinder noch zurückstecken müssten. Das Betreuungsangebot für Kinder von U3 bis zum Ende der Grundschule müsse gewährleistet sein – und dies sei in vielen Kommunen leider noch nicht der Fall. Im übrigen gehe es bei der Kleinkindbetreuung auch nicht nur um die Entlastung der Mütter. Vielmehr gebe es auch einen Bildungsauftrag: „Bildung beginnt bereits beim Kleinkind. Und damit fällt den Betreuern und Betreuerinnen eine unglaublich wichtige Aufgabe zu, die zeitlichen Aufwand erfordert. Der Gesetzgeber muss daher auch Sorge dafür tragen, dass die betreffenden Betreuungsschlüssel, die die Anzahl der Betreuer pro Kind festlegen, richtig angesetzt sind.“
Klaus Schejna berichtete von den auch in Rodenbach in den letzten Jahren temporär aufgetretenen Engpässen, die jedoch heute der Vergangenheit angehörten. Rodenbach gehöre seit jeher schon zu den Gemeinden, die im Vergleich zu den Nachbarn einen relativ hohen Betreuungsstandard nachgewiesen hätten. Vorgetragenen Gerüchten über Bevorzugungen einzelner Gruppen bei der Platzzuweisung trat er entschieden entgegen: „So etwas hat es nicht gegeben und wird es auch nicht geben.“ Aus dem Kreis der Teilnehmerinnen mitgenommen hat Schejna die Anregung, die Betreuungsmöglichkeiten auch im Hinblick auf Familien, die in Schichtarbeit tätig sind, zu prüfen.
Fotos: (1) Lisa Gnadl (Mitte) mit Klaus Schejna und Patricia Hudaff-Johnson,
(2) Volles Haus beim Frauenfrühstück,
(3) Schejna und Hudaff-Johnson mit (v.l.n.r.) Lucia Walter, Corinna
de Sousa Cunha, Stefanie Klein und Martina Eichhöfer


Quelle: Wolfgang Puetz

