MKK-Echo

Mehrgenerationenspielplatz – Ein Ort für alle

Meilenstein im Projekt „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ / Umfangreiche Beteiligung der Zielgruppen / Förderprogramm zur klimaresilienten Stadt

Grüne Oasen werden bedeutsamer. In Zeiten des Klimawandels werten sie nicht nur das Stadtbild auf, sondern steigern das Wohlbefinden und verbessern das (Mikro)klima. Das Mainufer ist eine solche grüne Oase. Diese Bedeutung zu stärken und die angrenzenden Straßen und Plätze intensiver zu begrünen und aufzuwerten, sieht das Programm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ vor. Maintal nimmt seit 2018 daran teil und erhält Fördergelder von Bund und Land – auch für den Mehrgenerationenspielplatz.

Schon heute ist der Kinderspielplatz am Mainufer ein beliebter Treffpunkt für Familien. Künftig soll das Spiel- und Bewegungsangebot nicht nur Kinder ansprechen. Anstelle der in die Jahre gekommenen, abgenutztenSpielgeräte soll ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen, an dem sich alle Generationen begegnen, aktiv werden oder sich erholen können. Das Konzept sieht unterschiedlich gestaltete Aufenthaltsbereiche vor, die zu Aktivität und Austausch einladen. Geplant ist eine naturnahe Spiel- und Bewegungslandschaft mit multifunktionalen Spiel- und Bewegungsobjekten. Ziel ist es, einen barrierefreien Ort zu schaffen, der für Kinder mit und ohne Einschränkungen gemeinsame Spielerlebnisse ermöglicht und fördert.

Dabei greifen die Planungen die Interessen und Wünsche der jüngeren Zielgruppe unmittelbar auf. Knapp 100 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 18 Jahren wurden an der Ausarbeitung der Entwürfe beteiligt, indem sie ihre Ideen einbringen und ihre Meinung zu den ersten Vorschlägen zurückmelden konnten. Die Ergebnisse der Umfragen wurden in die konzeptionellen Vorplanungen der beauftragten Büros einbezogen, um die ersten Entwürfe entsprechend weiterzuentwickeln. Derzeit wird das Vergabeverfahren für die Beauftragung eines Planungsbüros für die weitere Entwurfsplanung vorbereitet.

Der Mehrgenerationenspielplatz bildet einen wichtigen Meilenstein im Gesamtkonzept von „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“ – aber nicht den einzigen. Das Förderprogramm zielt vor allem auf eine stärkere Begrünung von Straßen und Plätzen im Fördergebiet ab. Dies vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels, der sich mit Hitzesommern insbesondere in bebauten Bereichen mit seinen negativen Folgen – insbesondere für vulnerable Gruppen wie ältere Menschen – bemerkbar macht. Daher ist in den an das Mainufer angrenzenden Straßen und Plätzen eine verstärkte Begrünung geplant, etwa im Bereich des Brüder-Schönfeld-Hauses, der Kirchgasse, der Schwanen-/Untergasse und im Park an der Brüder-Grimm-Straße. Zusätzlich ist vorgesehen, Flächen zu entsiegeln und anschließend zu bepflanzen. Dies erhöht nicht nur die Aufenthaltsqualität und verbessert das Mikroklima, sondern ermöglicht auch die Versickerung von Regenwasser und unterstützt die Neubildung von Grundwasser. Das sind wichtige Bausteine des sogenannten Schwammstadt-Prinzips, das die Stadt Maintal verfolgt. Auch der Grünstreifen entlang der Kesselstädter Straße soll durch klimaresiliente Baumarten aufgewertet werden.

„Das Förderprogramm ,Wachstum und Nachhaltige Erneuerung‘ ermöglicht, dass wir mit bedeutender finanzieller Unterstützung von Bund und Land unser Engagement für Klimaschutz und Klimaanpassung deutlich ausweiten. Damit treffen wir Vorsorge zum Schutz für die Bevölkerung und steigern gleichzeitig die Wohn- und Lebensqualität in Maintal“, unterstreicht Bürgermeisterin und Stadtplanungsdezernentin Monika Böttcher. Denn eine hochwertige grüne Infrastruktur verbessert das (Mikro)klima, die Aufenthaltsqualität und das Wohlbefinden. Damit leisten die Maßnahmen in Zeiten des Klimawandels einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz insbesondere von vulnerablen Gruppen.

Die Maßnahmen zur landschaftlichen und verkehrlichen Umgestaltung von Wegen und Parkplätzen am Mainufer, ebenso wie neue Licht- und Beschilderungskonzepte sollen angegangen werden, sobald das Kanalbauprojekt „Mainsammler“ abgeschlossen ist. „Hier stimmen wir die Planungen zeitlich aufeinander ab, um die einzelnen Bausteine des Gesamtprojekts sinnvoll umzusetzen. Schließlich ist das Projekt ,Wachstum und Nachhaltige Erneuerung‘ ein wichtiger Beitrag für eine klimaresiliente Stadt“, betont Böttcher.

Die Gesamtkosten zur Umgestaltung des Mainufers belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Der Bund und das Land beteiligen sich zu zwei Dritteln an der Finanzierung. Informationen über die Einzelmaßnahmen gibt es auf der städtischen Webseite unter maintal.de/maintaler-mainufer-konzepte/.

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