MKK-Echo

Maßnahme gegen den Fachkräftemangel

Stadt Maintal investiert in die Ausbildung von rund 80 pädagogischen Fachkräften in den städtischen Kitas

 

Pädagogische Fachkräfte haben eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie gestalten die Zukunft unserer Gesellschaft mit, indem sie Kindern grundlegende Werte vermitteln, sie auf ihrem Weg begleiten und stärken. Es ist ein Beruf, der die Zukunft nicht nur prägt, sondern selbst Zukunft hat. Denn Erzieher*innen sind bundesweit gefragt.

Die Stadt Maintal nutzt verschiedene Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen – eine davon ist die Ausbildung von derzeit rund 80 pädagogischen Fachkräften in den eigenen Einrichtungen. Damit diese bestmöglich begleitet und unterstützt werden, hat die Stadt eine Ausbildungsbeauftragte eingestellt.

Die Wege in den Beruf haben sich in den vergangenen Jahren stark ausdifferenziert. Die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten machen den Beruf für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen interessant. Gleichzeitig erfordern die vielfältigen Ausbildungswege mehr Information und Begleitung. Daher gibt es für die rund 80 Auszubildenden und Studierenden in den 14 städtischen Kindertageseinrichtungen jetzt eine Ausbildungsbeauftragte in Vollzeit, die die professionelle und persönliche Begleitung während der gesamten Ausbildung sicherstellt. Diese Aufgabe übernimmt Tina Knorr, die umfangreiche Berufserfahrung mitbringt.

Bereits seit 2001 arbeitet Tina Knorr im Fachdienst Kindertageseinrichtungen der Stadt Maintal – zunächst als Erzieherin im pädagogischen Dienst, später als stellvertretende Leitung des mit dem Deutschen Kita-Preis 2018 ausgezeichneten Familienzentrums Ludwig-Uhland-Straße. Bereits in dieser Zeit leitete sie Sozialassistent*innen und Berufspraktikant*innen an – als eine von vielen Anforderungen in ihrem Arbeitsalltag. Seit Herbst vergangenem Jahres gibt es für diese wichtige Aufgabe eine Vollzeitstelle.

„Der Fachkräftemangel erfordert, dass wir verstärkt in die Ausbildung investieren und uns als attraktive Arbeitgeberin präsentieren mit dem Ziel, angehende Erzieher*innen möglichst frühzeitig für uns zu gewinnen. Die folgerichtige Konsequenz ist die Ausbildungsbeauftragte, die sich in Vollzeit um dieses wichtige Thema kümmert. Damit professionalisieren wir die Begleitung der Azubis während ihrer Aus- und Weiterbildung und tragen dafür Sorge, die hohe Qualität in unseren städtischen Kitas konsequent weiterzuentwickeln“, betont Bürgermeisterin Monika Böttcher als zuständige Dezernentin.

Als Ausbildungsbeauftragte leitet Knorr das Bewerbungsverfahren, begleitet die angehenden pädagogischen Fachkräfte während der gesamten Ausbildung und steht auch den Leitungskräften beratend zur Seite. In verschiedenen Fachschulen für Sozialpädagogik berät sie im Fachschulbeirat und kann dort die Verzahnung von theoretischer und praktischer Ausbildung mit weiterentwickeln. „Ich bin gewissermaßen die Schnittstelle für Auszubildende, Praxisstellen, dem Träger Stadt Maintal und den Fachschulen“, erläutert die Ausbildungsbeauftragte.

Im direkten, persönlichen Kontakt mit den Auszubildenden geht es darum, Perspektiven für den weiteren Ausbildungsverlauf aufzuzeigen und Fragen schnell und unbürokratisch zu klären. Dazu bieten sich auch die regelmäßigen Treffen in einer jeweils anderen städtischen Kita an. Dabei geht es nicht nur darum, die pädagogischen Konzepte und Räumlichkeiten der anderen Kitas kennenzulernen, sondern dass sich die Auszubildenden und Praktikant*innen als Gemeinschaft erleben, von- und miteinander lernen und ihr pädagogisches Handeln reflektieren.

Es ist ein Angebot, das die Auszubildenden sehr schätzen. „Die monatlichen Treffen der Berufspraktikanten sind eine große Bereicherung für mich. In den Einrichtungen, die wir bisher besucht haben, konnte ich schon einige spannende Anregungen und Impulse für meine pädagogische Arbeit sammeln“, sagt Mandy Jeschke (49), Berufspraktikantin im Kinder- und Familienzentrum Eichenheege. Es ist auch die persönliche Betreuung, die gut ankommt: „Die persönliche Betreuung trägt dazu bei, dass ich mich in meiner Rolle als Praktikantin bei der Stadt Maintal gut aufgehoben fühle“, berichtet Sila Lökeli (20), Sozialassistentin im ersten Jahr im Familienzentrum Schillerstraße.

Ein weiterer Baustein ihrer Arbeit ist die Öffentlichkeitsarbeit, wie beispielsweise die Präsentation auf Fachmessen. Dazu hat Tina Knorr die Visualisierungstechnik nach Bikablo erlernt, mit der sich komplexe Themen bildlich darstellen lassen und die auf Messen große Aufmerksamkeit erzielen.

Auch die Zusammenarbeit mit den Fachschulen, Fachoberschulen und der internationalen Universität Frankfurt kann Tina Knorr jetzt intensivieren. Im Fachschulbeirat des Main-Kinzig-Kreises ist sie als Mitglied vertreten und erfährt so aus erster Hand, wenn sich Ausbildungswege oder Inhalte verändern. Das ist auch wertvoll, wenn sie mit einem Stand der Stadt Maintal an Ausbildungsmessen oder dem Tag der offenen Türen in den Fachschulen für Sozialpädagogik teilnimmt, um für die städtischen Kindertageseinrichtungen zu werben. Tina Knorr ist erreichbar per E-Mail an t.knorr@maintal.de.

Quelle: Stadt Maintal

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