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Doppelt so viele Plätze für schutzbedürftige Frauen und Kinder benötigt

Katja Leikert zu Besuch im Frauenhaus Hanau

 

Jede Stunde erleiden ca. 13 Frauen in Deutschland häusliche Gewalt. Eine erschreckende Zahl, die im Vergleich zu 2021 um knapp neun Prozent gestiegen ist. In Einrichtungen wie dem Frauenhaus Hanau finden betroffene Frauen und ihre Kinder Schutz. Aber aufgrund der steigenden Zahlen kommt auch das Frauenhaus Hanau an seine Grenzen. Die Mitarbeiterinnen Swantje Ganecki, Ursula Wyrzykowska-Vogt und Elena Möller-Botzum berichten der CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert und der Hanauer Stadtverordneten Gabriele Stenger über die aktuelle Situation der Frauenhäuser.

Bis zu elf Frauen und 13 Kinder kann das Frauenhaus Hanau aufnehmen. Zusätzlich gibt es einen Notaufnahmeplatz. Die Betroffenen kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. „Gewalt gegen Frauen unterscheidet nicht zwischen Berufen und Einkommen”, berichtet Ganecki.

Sechs pädagogische Mitarbeiterinnen helfen den Bewohnerinnen bei der Suche nach einer Wohnung oder einer neuen Arbeitsstelle. Die Plätze im Frauenhaus sind sehr nachgefragt. Wenn ein Zimmer frei wird, ist es innerhalb weniger Stunden wieder belegt. Im Main-Kinzig-Kreis bräuchte es doppelt so viele Plätze, um allen bedürftigen Frauen Schutz zu bieten, kritisiert Möller-Botzum.

Finanziert wird das Frauenhaus Hanau durch private Spender, Vereine und staatliche Stellen. Die kurzen Zuwendungszeiträume und auch das Ende des Bundesprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen” zum Jahreswechsel 2024 hinterlassen vor allem eines bei den Mitarbeiterinnen des Hanauer Frauenhauses: Unsicherheit. Die Gewalt steige trotz schwindender Finanzierungsmöglichkeiten weiter an – und mit ihr die Zahl der Frauen und Kinder, die Schutz suchen, erklärt Wyrzykowska-Vogt.

„Bundesweit fehlen aktuell ca. 15.000 Frauenhausplätze. Was es jetzt braucht, ist eine bundeseinheitliche Regelung der Finanzierung von Frauenhäusern, um allen von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern Schutz bieten zu können”, fordert Leikert abschließend.

Quelle: Luisa Muth

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