Zu einem Auftakttreffen am Freitag, 19. Juni haben die Stiftung Citoyen als Projektträger und der Verein Makista als Projektleitung eine interdisziplinäre Gruppe von Expertinnen und Experten ins Schloss Philippsruhe eingeladen, die das Projekt „ZusammenWachsen!” über die gesamte Laufzeit von drei Jahren begleiten wird.
Vertreten waren seitens der Stadt Hanau das Umweltzentrum, die Soziokultur im Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, die Abteilung Demokratie und Vielfalt und die Koordinierungsstelle der Kinderfreundliche Kommune sowie die Gebeschusschule und Anne-Frank-Schule, an denen das Projekt durchgeführt werden soll.
„Demokratie beginnt im alltäglichen Miteinander. Was das konkret bedeutet, spüren junge Menschen von klein auf. Hier setzt unser gemeinsames Vorhaben an – indem Grundschulkinder bei der Mitgestaltung ihres Umfelds in der Schule sowie im Stadtteil unterstützt werden. Während der Projektlaufzeit bis März 2029 erfahren die Kinder, dass ihre Rechte geachtet werden und ihre Anliegen Gewicht haben“, erläutert Sarah Tabatabai, die das Projekt bei Makista leitet.
Das Partizipationsprojekt denkt unmittelbar alle weiteren Prinzipien der Kinderrechte mit: Gleichheit und Nicht-Diskriminierung, Schutz sowie Förderung. Die unterschiedlichen Perspektiven und Anliegen der Kinder sind Ausgangspunkt der Projektgestaltung an den zwei Schulstandorten. Jede Gruppe wählt einen Schwerpunkt, reflektiert die eigenen Wünsche und entwickelt daraus etwas Konkretes und Bleibendes, das ihr Umfeld noch schöner und kindgerechter machen soll. In cross-peer Workshops werden ebenso die Perspektiven von Jugendlichen einbezogen. Die Beteiligten erkennen, welche Kinderrechte sie in ihrem unmittelbaren Umfeld verwirklichen – für sich selbst und für andere Kinder jetzt und in Zukunft.
„Bessere Perspektiven für alle Kinder und die Förderung des demokratischen Miteinanders sind zentrale Anliegen der Stiftung. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Makista die Schulen darin unterstützen, die Kinder stark zu machen und sie zu befähigen, ihre Rechte zu kennen und wahrzunehmen“, betont Dr. Dorothee Freudenberg, Vorsitzende der Stiftung Citoyen.
Schließlich soll ein übertragbares Konzept für schulische Projekte entwickelt werden, um diese systematisch an Kinderrechten auszurichten. Die Kinder entwickeln zum Abschluss eine eigene Präsentationsform: Mit selbst gestalteten Steckelementen werden sie an Schulen oder in kommunalen Ausstellungen zeigen, was sie entwickelt haben und anderen Kindern Lust auf demokratisches Engagement und den Einsatz für Kinderrechte machen.
Demokratiebildung auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention steht im Mittelpunkt der Angebote von Makista e.V. Seit dem Jahr 2000 setzt sich der in Frankfurt ansässige zivilgesellschaftliche Verein hessenweit für die Umsetzung einer Kultur der Kinderrechte in Schulen, Kitas, Jugendarbeit und Kommunen ein. Dazu gehören Fortbildungen, Fachtage, Beratung, Praxisprojekte sowie die Entwicklung von Materialien und Netzwerken auf Landes- und Bundesebene.
Die Stiftung Citoyen ist eine Bürgerstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihr Ziel ist es, Gemeinsinn zu fördern und bürgerschaftliches Engagement im Rhein-Main-Gebiet zu stärken. Dabei setzt die Stiftung nicht nur eigene Projekte um, sondern unterstützt auch Initiativen Dritter, die das Gemeinwohl aktiv mitgestalten.
Pressekontakt:
Stadt Hanau, Dominik Kuhn
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Quelle: Stadt Hanau

