Nidderau. Noch geht es nur um Planungsermächtigungen für den Magistrat zur Schaffung von planungsrechtlichen Voraussetzungen auf städtischen Flächen, wie der Vorlage der Verwaltung anlässlich der Sitzung des Ortsbeirates Ostheim am Mittwochabend im Bürgerhaus Ostheim zu entnehmen ist. Laut der Aussage des 1.Stadtrats Rainer Vogel (Grüne) ist als möglicher Standort für mindestens fünf 199 Meter hohe Windkraftanlagen mit je 8 Megawatt-Leistung an der Landesstraße L 3347 Ostheim- Rommelhausen im Ostheimer Wald vorgesehen. Fünf Anlagen rechts von der Straße, eine links von ihr. Laut Vorlage bietet der Ausbau nicht nur finanzielle Vorteile für die Stadt, sondern trägt gelichzeitig auch zur lokalen und nationalen Versorgungssicherheit bei. Darüber hinaus wird der Weiterhin wird der Magistrat beauftragt für die geeigneten Flächen Betreiber sowie Betreibermodelle zu suchen, die es den Nidderauer Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich am Windpark finanziell zu beteiligen. Auch wenn sich der Ortsbeirat mit dem Vorhaben grundsätzlich einverstanden erklärte und das Vorhaben unterstützen will, so fasst er am Ende doch noch die Einschränkung, dass der Ortsbeirat an den Planungen auf Ostheimer Gebiet zukünftig mit einbezogen werden will. Am Rande der Sitzung war außerdem noch zu vernehmen, dass die CDU auf der kommenden Sitzung des Stadtparlaments sich neben der Erbstädter Anlage für eine weitere Anlage mit bis zu 5 Windrädern einsetzen will.
Vorerst bei einem Wunsch bleibt es bei den Überlegungen der Verwaltung, das Rothaus naher der Ostheimer Sportanlage wieder zu einem Jugendhaus zurückwandeln zu wollen. Dieser Zweck war in der Vergangenheit wegen mangelnder Nachfrage bei den Jugendlichen aufgegeben worden. Mit der neuen Skateranlage in unmittelbarer Nähe könne sich das aber wieder ändern. Allerdings müsse dafür die Containeranlage zur Unterbringung von Flüchtlingen wieder abgebaut werden. „Auch wenn die Flüchtlingszahl aktuell sinkt, so werden die Container weiterhin gebraucht“, beantwortete Vogel die Frage des Ortsbeirats nach einem Zeitfenster zur Rückverwandlung des Rothauses wieder in ein Jugendzentrum.
Zum Sachstand „Baugebiet Mühlweide II“ teilte der Erste Stadtrat mit, dass die Unstimmigkeiten mit Hessen Mobil wegen der Nähe der Bebauung zur L 3009 (Wonnecker Straße) inzwischen ausgeräumt seien. Wenn der Ortsstein für die Dorfeinfahrt versetzt wird, kann die Planung fortgesetzt werden. Größtes Problem sei inzwischen die Finanzierungsfrage für das Bauvorhaben inklusive des Feuerwehrgebäudes. Da laufe zwischenzeitlich alles auf ein investorengesteuertes Modell zu.
Wenig Neues gab es auch zum Sachstand Baumaßnahmen Umfeld Bahnhof Ostheim. Die Kanalarbeiten mit Regenrückhaltefunktion werden in dieser, der 25. Kalenderwoche abgeschlossen. Ab der kommenden Woche geht es weiter mit dem Verlegen des Stromkabels von dem Trafokasten der OVAG an der Kreuzung Eisenbahnstraße/Ringstraße zu der Stelle, wo die OVAG ein neues größeres Trafo Häuschen errichten möchte. Das dient dazu die Stromversorgung des gesamten Wohngebiets „Ziegelweiher“ und Umgebung zu optimieren. Der Trafo dient auch für die Beleuchtung des gesamten Bahnhofgeländes. Nichts Neues gab es hingegen zu den Plänen der Bahn AG hinsichtlich der Erneuerung der Bahnsteige zu berichten. Wegen der Finanzlage der Bahn rücke dieses Vorhaben wohl noch weiter in die Zukunft. Der Ortsbeirat nahm die Mitteilung deshalb auch nur zur Kenntnis.
Diskutiert wurde dann noch der Antrag des Ortsbeirates zur Errichtung eines Fußgängerüberwegs auf der Vorderstraße an der Verkehrsinsel in Höhe Marköbelstraße. Wegen der oftmals zu hoher Geschwindigkeit der Autofahrer stelle sich das Überqueren der Landesstraße auf dem Weg zum Friedhof immer wieder als sehr gefährlich heraus. Ein Zebrastreifen könnte da Abhilfe leisten. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.
Jürgen W. Niehoff
Quelle: Jürgen W. Niehoff

