Pfarrfastnacht begeistert mit politischem Witz und tänzerischer Power
Die „närrische Usthemvariante“ hat ihren Ruf als Highlight der Nidderauer Fastnachtssaison einmal mehr eindrucksvoll bestätigt. Die Katholische Kirchengemeinde Windecken und die Pfadfinder vom DPSG Stamm Wartbaum luden zur großen Fastnachtsparty ins Bürgerhaus Ostheim ein – und lieferten ein Programm ab, das von scharfsinniger Bütt bis zu rasanten Showtanz-Einlagen alles bot.
Das Moderatoren-Duo Thomas Hohmann und Markus Bernard führte gewohnt charmant durch den Abend. Den fulminanten Auftakt machten die „Jumpies“ der Sportfreunde Ostheim mit einem temporeichen Tanz. Direkt im Anschluss übernahm Simone Schneider als Protokollantin das Wort: Sie sezierte das vergangene Jahr und verteilte mit viel Fingerspitzengefühl Seitenhiebe auf die Bundes- und Lokalpolitik. Musikalisch und inhaltlich tiefgründig wurde es beim Ave-Eva-Chor unter der Leitung von Michael Hampel. Mit umgedichteten Songs thematisierten die Sängerinnen den Abschied von Pfarrer Ifeanyi Emejulu, seinen Weggang in die „Pampa an den Edersee“ sowie die bevorstehende Gründung der Großpfarrei. Auch die bevorstehende Kommunalwahl und die Arbeit der neuen Bundesregierung wurden pointiert thematisiert.
Stadtrat Rainer Vogel glänzte in der Bütt: Als Wetterhahn der Windecker Stiftskirche, liebevoll „Giggel“ genannt, berichtete er von seiner Tour durch die Stadtteile. Er begegnete einer bunten „Nidderauer Hühner-Schar“, darunter einem nicht mehr ganz so jungen Ostheimer Huhn namens „Ossi“, dargestellt von Otto Löber. Erstmalig in Ostheim zu Gast war Christian Siegler, der den Fachkräftemangel humoristisch beleuchtete. Die Bühne bebte, als die „Pretty Flyz“ mit ihrem Tanz „Under Construction“ die Renovierung des Fussballer-Clubhauses des tänzerisch umsetzten. Die Frauen der Kirchengemeinde wagten indes einen pantomimischen Blick hinter die Kulissen der Verhandlungen zur Gründung der Großgemeinde.
Für echtes Praxis-Feeling sorgten die Pfadfinder vom Stamm Wartbaum: In der „Praxis Dr. Go“ traf man unter anderem auf den brotbackenden „Bürgermeister Camem-Bär“ und zahlreiche schwierige Patienten.
Zwischen den Programmpunkten sorgte „DJ Surter“ (Lucas Marohn) dafür, dass die Tanzfläche nie leer blieb. Den krönenden Abschluss bildete traditionell das Männerballett der Kirchengemeinde unter Claudia Schilling, das als „starke Mädels aus dem hohen Norden“ die Erwartungen einmal mehr übertraf. Nach einem furiosen Finale blicken alle Beteiligten bereits voller Vorfreude auf die Fortsetzung im Jahr 2027.
Quelle: Redaktion MKK Echo

