Mittwoch, April 29, 2026
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Suchtpräventionswochen an der Kopernikusschule Freigericht

Mit eindrucksvollen Zahlen, interaktiven Methoden und lebensnahen Beispielen haben die diesjährigen Suchtpräventionswochen an der Kopernikusschule Freigericht ein klares Ziel verfolgt: Jugendliche frühzeitig für die Risiken von Suchtmitteln zu sensibilisieren und sie in ihrer Entscheidungskompetenz zu stärken.

„Alles, was dampft, ist erst ab 18 erlaubt“, machte Marcus Arazi vom Jugendamt Gelnhausen unmissverständlich deutlich. Seine Worte bildeten den Auftakt für intensive Auseinandersetzungen der Schülerinnen und Schüler mit den Themen Rauchen, Vaping, Alkohol und Lachgas. An drei abwechslungsreichen Stationen setzten sich die Jugendlichen des gesamten Jahrgangs 8 aktiv mit ihrem Konsumverhalten auseinander. Für großes Staunen sorgte dabei ein „Teppich“ aus 5-Euro-Scheinen im Wert von 1.500 Euro – die Summe, die entsteht, wenn täglich eine Packung Zigaretten konsumiert wird. „So viel Geld – da könnte ich ja meinen Führerschein finanzieren!“, kommentierte ein Schüler überrascht. An der Station „Trinkbar“ ordneten die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Gläsern passende alkoholische Getränke zu und schätzten deren Alkoholgehalt ein – keine leichte Aufgabe, denn Größe und Wirkung können täuschen. An einer dritten Station haben sie auf bunte Luftballons geschrieben, was sie machen, um sich gut zu fühlen. Anschließend setzten sie sich mit dem problematischen Konsum von Lachgas und den Folgen auseinander.

„Ziel des Parcours ist es, das Nichtrauchen und einen kritischen Umgang mit Suchtmitteln zu fördern“, erklärt Kerstin Mathie, Beratungslehrerin für Sucht- und Drogenprävention an der Kopernikusschule. Sie organisiert das Projekt seit vielen Jahren gemeinsam mit ihren Kollegen Alexandra Pinkert und Kai Nolde – in enger Kooperation mit dem Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises sowie mit Unterstützung von Lehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulseelsorge.

Auch der Jahrgang 9 des Gymnasiums wurde im Rahmen der Präventionswochen intensiv einbezogen. Im Projekt „Rauchzeichen Reloaded“ der Deutschen Herzstiftung e. V. beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler vier Schulstunden lang vertieft mit den gesundheitlichen und sozialen Folgen von Sucht. Im Mittelpunkt standen dabei für Jugendliche besonders relevante Substanzen wie Cannabis, Tabak und Shisha, Vaping, synthetische Cannabinoide sowie Alkohol. Neben der Wissensvermittlung lag ein besonderer Fokus auf der Stärkung der persönlichen Resilienz: In Rollenspielen übten die Jugendlichen, in schwierigen Situationen „Nein“ zu sagen und eigene Grenzen zu setzen. Abwechslungsreiche Methoden wie Quizformate, Fallbeispiele und Filmsequenzen sorgten für einen lebendigen Zugang zu den Themen. Bereits im Herbst hatte sich der Jahrgang 9 der Haupt- und Realschule mit dem Thema „Cannabis“ auseinandergesetzt.

Die Suchtpräventionswochen an der Kopernikusschule zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine frühzeitige, ganzheitliche und praxisnahe Aufklärung ist. Ziel bleibt es, junge Menschen zu einem verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Umgang mit ihrer Gesundheit zu befähigen.

Quelle: Thorsten Weitzel

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