Die Heizkostenabrechnung sorgt bei vielen Mietern in Hanau, Gelnhausen und Umgebung regelmäßig für Sorgenfalten. Jetzt plant die Politik einen drastischen Kurswechsel: Vermieter sollen künftig an den CO₂-Kosten beteiligt werden, wenn im Haus noch mit Gas oder Öl geheizt wird.
Was bedeutet das für Sie? Bisher tragen Mieter die CO₂-Abgabe für fossile Brennstoffe meist allein. Die neue Regelung soll Vermieter motivieren, schneller in moderne Heizsysteme (wie Wärmepumpen oder Fernwärme) zu investieren. Wer an der alten Ölheizung festhält, muss mitzahlen.
Experte warnt: „Am Ende zahlt immer jemand“ Johannes Daniel Fritz gibt jedoch zu bedenken, dass die Entlastung für Mieter einen Haken haben könnte. Zwar sinken die direkten Heizkosten, doch Experten befürchten, dass Vermieter diese Kosten über die Kaltmiete oder Modernisierungsumlagen wieder hereinholen könnten. „Die Frage ist, ob es direkt über die Heizkosten passiert oder indirekt über das Mietangebot“, so Fritz.
Was Mieter im Main-Kinzig-Kreis jetzt wissen müssen:
Prüfen Sie Ihre Abrechnung: Achten Sie bei der nächsten Nebenkostenabrechnung genau darauf, wie die CO₂-Kosten aufgeteilt sind.
Modernisierung absehbar? In vielen Kommunen im Kreis (z. B. Hanau) wird aktuell die kommunale Wärmeplanung vorangetrieben. Informieren Sie sich, ob Ihr Viertel für Fernwärme vorgesehen ist.
Quelle: DCF Verlag

