Dienstag, Februar 3, 2026
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Stadtquartier: Investorengespräche bestätigen Umsetzbarkeit – jetzt politische Beratung erforderlich

Langenselbold. – Die CDU-Fraktion wird in der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung einen Dringlichkeitsantrag einbringen, um das Konzept „Neues Stadtquartier für Langenselbold” kurzfristig politisch zu beraten. Ausschlaggebend für diesen Schritt waren konkrete Gespräche mit mehreren Investoren, die gezeigt haben, dass das Projekt nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern grundsätzlich umsetzbar ist. Zu den Gesprächspartnern zählte unter anderem SALCO aus dem Landkreis Offenbach.

„Diese Gespräche haben uns deutlich gemacht, dass wir hier nicht über eine Vision sprechen, sondern über ein Projekt mit realistischen Chancen”, erklärt CDU-Bürgermeisterkandidat Florian Gibbe. „Die Rückmeldungen der Investoren waren der Punkt, an dem wir gesagt haben: Jetzt ist die Zeit reif. Jetzt muss die Politik dieses Thema aufgreifen und beraten.” Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam von Florian Gibbe und Altbürgermeister Jörg Muth (beide CDU). Es findet bereits jetzt positive Resonanz in der Bevölkerung. Inhaltlich knüpft das Stadtquartier an die frühere Idee eines Ärzte- und Gesundheitszentrums an und setzt diese unter neuen wirtschaftlichen und städtebaulichen Vorzeichen fort – breiter aufgestellt, modular gedacht und als integriertes Quartier neu entwickelt. „Unsere neu gedachte Planung ist an die jetzigen Gegebenheiten angepasst”, so Jörg Muth. „Das neue Stadtquartier denkt Gesundheit, Sport, Rettungswesen, Versorgung und Freiraum gemeinsam – und genau das macht das Konzept heute tragfähig.”

Hinzu kommt der enge zeitliche Rahmen der kommunalpolitischen Abläufe. Die Stadtverordnetenversammlung ist derzeit noch arbeitsfähig. Nach der heutigen Sitzung wird sie sich erst am 27. April neu konstituieren. Die Ausschüsse nehmen ihre Arbeit nochmals später auf, bevor die Sommerpause folgt. Ohne eine zeitnahe Befassung würde sich die politische Beratung um mehrere Monate verzögern – trotz vorliegender Gesprächsergebnisse und bestehender Dynamik. „Gerade deshalb ist der Dringlichkeitsantrag notwendig”, betont CDU-Co-Spitzenkandidatin Sabine Schmid. „Die Stadt ist jetzt noch handlungsfähig. Wenn wir diese Phase ungenutzt verstreichen lassen, verlieren wir Zeit – und im Zweifel auch Chancen.”

Die Bausteine des Stadtquartiers:

Das Konzept sieht die Entwicklung eines integrierten Stadtquartiers vor, in dem mehrere zentrale Bausteine sinnvoll miteinander verzahnt werden. Vorgesehen ist der Bau einer modernen Dreifeld-Sporthalle, die dringend benötigte Kapazitäten für den Schul- und Vereinssport schafft und damit einen wichtigen Beitrag für das Ehrenamt und das gesellschaftliche Miteinander in Langenselbold leistet.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem Gebäude für medizinische Versorgung, Pflege und gesundheitsnahe Dienstleistungen. Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung nachhaltig zu stärken und Angebote wie Arztpraxen, therapeutische Einrichtungen, Pflegeangebote und ergänzende Dienstleistungen an einem zentralen Standort zu bündeln. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird dieser Baustein als wichtiger Zukunftsfaktor für die Stadt gesehen.

Mit der vorgesehenen Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes wird zudem ein elementarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge langfristig gesichert und modern weiterentwickelt. Die räumliche Einbindung in das Quartier ermöglicht kurze Wege und eine funktionale Verknüpfung mit den übrigen Nutzungen.

Ergänzt wird das Stadtquartier durch die Ansiedlung eines Einzelhandels-Ankermieters, der die Nahversorgung stärkt, zusätzliche Frequenz in das Gebiet bringt und zugleich eine tragende wirtschaftliche Säule des Gesamtprojekts darstellt.

Abgerundet wird das Konzept durch die städtebauliche und landschaftliche Einbindung in die Gründauaue. Neue Grünflächen, Wege- und Aufenthaltsbereiche sowie Bewegungsräume schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität und verbinden Bebauung, Natur und Erholung zu einem zusammenhängenden Stadtraum, der allen Generationen offensteht.

Die Investorengespräche haben bestätigt, dass insbesondere der modulare Aufbau des Projekts eine abschnittsweise und wirtschaftlich tragfähige Umsetzung ermöglicht. Genau diese Struktur macht das Stadtquartier sowohl für Investoren als auch für die Stadt planbar und realistisch umsetzbar. „Wir wollen dieses Projekt nicht überstürzen, aber wir dürfen es auch nicht verschlafen”, fasst Florian Gibbe zusammen. „Die Gespräche haben gezeigt, dass das Stadtquartier realistisch ist. Jetzt ist es Aufgabe der Politik, dieses Projekt offen, transparent und verantwortungsvoll zu beraten.”

Quelle: Redaktion MKK Echo

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