Mittwoch, Mai 13, 2026
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StartRegion 1BruchköbelProteste gegen geplante Schließung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Proteste gegen geplante Schließung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes

Bruchköbeler Fraktionen und Bürgermeisterdienstversammlung haben konkrete Forderungen an die Kassenärztliche Vereinigung

Bei der ersten Sitzung des Ausschusses für Familien und Soziales sowie bei der am gleichen Tag tagenden Bürgermeisterdienstversammlung war die geplante Schließung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) ein großes Thema. Im Bruchköbeler Stadthaus brachten die Fraktionen von FDP, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CDU aus diesem Anlass einen interfraktionellen Dringlichkeitsantrag im Ausschuss ein.

Auch bei der Bürgermeisterdienstversammlung in Wächtersbach haben alle anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sich für eine Rücknahme der Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung ausgesprochen. Es wurde eine Resolution verfasst, in der die KV aufgefordert wird, gemeinsam mit Politik, Kommune und ansässigen Ärzten Lösungen zu suchen, um den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Bruchköbel zu belassen. Denn auch von den Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Kommunen wird dieser Dienst genutzt.

Einstimmig empfahl der Ausschuss in Bruchköbel, dass die Stadtverordneten dazu eine Resolution verabschieden und ihre große Sorge über die Pläne der Kassenärztlichen Vereinigung äußern. Die geplanten Maßnahmen gefährden die medizinische Versorgung der Bevölkerung außerhalb der regulären Praxiszeiten und stellen eine erhebliche Belastung für die Bürgerinnen und Bürger sowie die umliegenden Kommunen dar. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Bedeutung einer flächendeckenden Versorgung ist die Sicherstellung des Bereitschaftsdienstes von zentraler Bedeutung für die Region.

Daher wird der Stadtverordnetenversammlung empfohlen, die zuständigen Behörden und Entscheidungsträger aufzufordern, die geplante Schließung oder Einschränkung des Bereitschaftsdienstes umgehend zu revidieren. Außerdem sollen Alternativen geprüft und umgesetzt werden, um eine flächendeckende, wohnortnahe und bedarfsgerechte medizinische Versorgung sicherzustellen.

Insbesondere soll die Kassenärztliche Vereinigung ihre Entscheidung im besten Fall überdenken, mindestens aber deren Auswirkungen transparent darstellen. Die Bruchköbeler Politik fordert zudem eine Anhörung der relevanten Akteure, wie Vertreter der Kommune, Ärzte und zivilgesellschaftliche Initiativen. Auch alle Daten zur Versorgungssituation, zu Patientenzahlen, Erreichbarkeit und den Auswirkungen einer Einschränkung des Bereitschaftsdienstes sollen offengelegt werden. Die Stadtverordnetenversammlung unterstützt Bürgermeisterin Sylvia Braun, den Main-Kinzig Kreis, die Bürgermeisterdienstversammlung, die Landespolitik und die

Gesundheitsorganisationen, sich aktiv für den Erhalt des Ärztlichen

Bereitschaftsdienstes bei der Kassenärztlichen Vereinigung einzusetzen.

Magistrat der Stadt Bruchköbel

Quelle: Stadt Bruchköbel

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