Kostenfreie Unterstützung für junge Familien zu Hause – Werbekampagne in Arztpraxen und in Bussen
Die Fachkräfte des Netzwerks Frühe Hilfen werben an öffentlichen Stellen für ihr Angebot für junge Familien: Mit einer Plakataktion in Wartezimmern und Bussen im Liniengebiet des Main-Kinzig-Kreises machen die Netzwerkpartner auf die Unterstützung aufmerksam, die sich frischgebackene Eltern, Alleinerziehende oder Elternpaare in Krisensituationen holen können, gerade auch in den ersten Monaten nach der Geburt. „Wir helfen in unserem Netzwerk jungen Familien in schwierigen Situationen. Dafür ist es wichtig, dass wir diese Familien und die betroffenen Elternteile auch erreichen und sie von den Angeboten wissen. Das ist das Ziel unserer Werbekampagne“, sagte Jugenddezernent Jannik Marquart beim Auftakttermin in Wächtersbach.
Auf vielfältige Weise wirbt das Netzwerk regelmäßig für die niedrigschwelligen Angebote, durch öffentliche Infostände, als Teil von Straßenfesten und größeren Märkten und mit Vorträgen. Wer Hilfe braucht, soll schnell Hilfe bekommen: leicht auffindbar, leicht erreichbar, vertrauensvoll und frei von jedem Scham-Gedanken. „Frühe Hilfen“ ist dabei der Sammelbegriff für die aufsuchenden, präventiv wirkenden Angebote für junge Eltern ab der Schwangerschaft bis ins dritte Lebensjahr des Kindes hinein. Ziel ist die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung und ein ruhiges „Ankommen“ im Familienleben dort, wo äußere Faktoren dies erschweren, sei es durch Krankheit, Sorgen oder andere Belastungen.
„Elternsein ist eine schöne Sache, aber natürlich nicht immer einfach. Das Private und Familiäre kann einem sogar in manchen Situationen über den Kopf wachsen, wenn sich die Verantwortung fürs Kind mit anderen familiären Herausforderungen überkreuzen“, sagte Elke Schug, Netzwerkkoordinatorin für den Main-Kinzig-Kreis.
Im Netzwerk Frühe Hilfen haben sich die Kooperationspartner Main-Kinzig-Kreis, ask Familienberatungsstelle sowie das Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe (ZKJF) zusammengeschlossen. Sie koordinieren und vermitteln die Angebote im Kreisgebiet. Insbesondere die Geburtskliniken im Kreisgebiet und in der Stadt Hanau mit den „Babylotsen“ vermitteln schon ab dem Zeitpunkt der Geburt Hilfe, wenn der Bedarf erkannt wird.
„Wir setzen mit den Frühen Hilfen genau da an. Die Fachkräfte suchen Eltern mit Kindern bis zum ersten Geburtstag direkt auf und besuchen sie zu Hause“, erklärte Stefanie Schmidt, Koordinatorin beim ask. Michelle Bode, Koordinatorin beim ZKJF, bekräftigt, dass die Eltern „vertrauensvoll und in ihrem vertrauten Umfeld“ unterstützt werden. Das konnten beim Termin in Wächtersbach auch unter anderem Cornelia Zimmermann und Jutta Vibrans bestätigen, die als Fachkräfte im Frühe-Hilfen-Netzwerk direkt mit den Familien zusammenarbeiten. „Die Entlastung, die die Frühen Hilfen bringen, soll sich gerne herumsprechen und die Betroffenen erreichen. Da ist die Plakataktion ein wichtiger Baustein unserer Öffentlichkeitsarbeit“, so Bode.
Die Plakate zeigen Eltern mit ihren ganz individuellen Sorgen und Problemlagen. Ob Unsicherheiten zur Entwicklung des Kindes, Fragen zur Elternrolle, Gesundheitsbelastungen oder anderes: Den Personen kann geholfen werden, für sie gibt es Unterstützung im Netzwerk – das ist die Botschaft der Kampagne. Die Plakate und zusätzliches Infomaterial sind ab sofort in Wartezimmern heimischer Arztpraxen sowie auf den Linien im Bereich der KreisVerkehrsGesellschaft Main-Kinzig (KVG) zu finden.
Anja Preuß, Prokuristin der KVG, hat die Kontakte zu den beauftragten Busunternehmen hergestellt. Kreisbeigeordneter Jannik Marquart sprach dem KVG-Team im Namen der weiteren Beteiligten aus dem Netzwerk Frühe Hilfen seinen Dank für die „unkomplizierte und sehr zugewandte Form der Unterstützung“ aus.
Das Frühe-Hilfen-Angebot, in dem Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Familienhebammen organisiert sind, wird finanziert durch den Main-Kinzig-Kreis und die Bundesstiftung Frühe Hilfen (www.fruehehilfen.de) des Bundesministeriums für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Neben Plakaten zum Angebot finden sich an öffentlichen Stellen auch Flyer und weitere Hinweise zur Unterstützung (direkter Link zum Flyer: https://www.mitkindundkegel.de/media/pdf/aemter/jugendamt/fruehe_hilfen/infos_startseite/FH_Flyer_FamHeb_2022-02-07.pdf).
Quelle: Main-Kinzig-Kreis

