Die Senioren-Union Nidderau nimmt den nun vorliegenden Jahresabschluss 2024 zur Kenntnis und begrüßt, dass damit – trotz erheblicher Verzögerung – endlich eine verlässliche Grundlage für die anstehenden Haushaltsberatungen geschaffen wurde. Für die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung ist dies eine wichtige Voraussetzung, um den Haushalt 2026 faktenbasiert und verantwortungsvoll zu beraten.
Besonders hervorzuheben ist, dass das Jahr 2024 entgegen der ursprünglichen Planung mit einem Überschuss abgeschlossen werden konnte. Dieses deutlich bessere Ergebnis zeigt, dass auch unter schwierigen Rahmenbedingungen finanzielle Verbesserungen möglich sind – und dass Planungen nicht alternativlos sind.
Gerade vor dem Hintergrund, dass die Kommunalaufsicht die Genehmigung des Haushalts 2026 zurückgestellt hat und Nachbesserungen, insbesondere beim Investitionsprogramm sowie bei Haushaltssatzung und Haushaltsplan, eingefordert wurden, kommt diesen Zahlen nach Ansicht des Vorsitzenden der Senioren-Union Nidderau, Klaus Knapp, eine zentrale Bedeutung zu.
Der aktuell beschlossene Haushalt 2026 weist ein Defizit von rund 5,99 Millionen Euro aus. Deutliche Grundsteuererhöhungen deuteten sich bereits an.
Die jetzt vorliegenden positiven Zahlen zum Jahresabschluss 2024 sowie die Notwendigkeit weiterer Konsolidierungsmaßnahmen machen jedoch deutlich: Steuererhöhungen sind kein zwangsläufiger Weg– und dürfen es auch nicht sein. Vielmehr müssen zunächst alle Einsparpotenziale konsequent geprüft und genutzt werden.
Für die Senioren-Union steht fest: Grundsteuererhöhungen würden insbesondere ältere Bürgerinnen und Bürger hart treffen. Viele von ihnen haben im Laufe ihres Lebens Wohneigentum geschaffen und sind im Alter auf stabile und planbare Lebenshaltungskosten angewiesen. Zusätzliche Belastungen würden hier direkt die finanzielle Lebensrealität verschärfen.
Die Senioren-Union Nidderau fordert daher, die sich abzeichnenden finanziellen Spielräume verantwortungsvoll zu nutzen und alles daranzusetzen, Steuererhöhungen zu vermeiden. Eine solide Haushaltsführung darf nicht einseitig zulasten der Bürgerinnen und Bürger erfolgen – insbesondere nicht zulasten der älteren Generation.
Quelle: Klaus Knapp / SEN Nidderau

