Zwischen Produktionshallen, Prüfanlagen und Hightech-Komponenten wurde beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig bei der NORMA Group in Maintal schnell deutlich: Die Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland sind längst keine abstrakten Debatten mehr, sondern tägliche Realität auch in den heimischen Unternehmen. Mit der Vorstandsvorsitzenden Birgit Seeger sprach Reddig über internationalen Wettbewerbsdruck, hohe Standortkosten, Bürokratie und die Frage, wie Deutschland seine wirtschaftliche Stärke in Zeiten globaler Unsicherheiten und wachsender internationaler Konkurrenz zurückgewinnen kann.
Die NORMA Group zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Verbindungs-, Befestigungs- und Fluid-Handling-Technologien. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, knapp 700 davon in Maintal, wo sich neben der Konzernzentrale auch ein bedeutender Produktionsstandort befindet. Kunden in rund 100 Ländern setzen auf Lösungen der NORMA Group, unter anderem für Industrieanwendungen, Datenzentren, Wärmepumpen, Batteriespeicher sowie moderne Mobilitäts- und Energiekonzepte.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Herausforderungen für den Industriestandort Deutschland. Neben der anhaltend schwachen Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten wurden insbesondere hohe Energie- und Standortkosten, zunehmende Bürokratie, internationale Wettbewerbsverzerrungen sowie externe Belastungen wie die US-Zölle thematisiert. Einigkeit bestand darüber, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit dringend stärken muss, um industrielle Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
„Der industrielle Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Unternehmen wie die NORMA Group zeigen, wie viel Innovationskraft und technologisches Know-how in unserer Region steckt. Gleichzeitig wird deutlich, dass die politischen Rahmenbedingungen international wieder konkurrenzfähig werden müssen. Genau das haben wir uns als Union zum Ziel gesetzt“, erklärte Pascal Reddig. Diskutiert wurden auch Herausforderungen in Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt. „Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Einführung einer flexibleren Wochenarbeitszeit ist ein erster Schritt. Ziel muss es sein, moderne und praxisnahe Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl den Bedürfnissen der Unternehmen als auch der Beschäftigten gerecht werden. Mit dem von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken vorgelegten Entwurf der GKV-Reform ist der erste Schritt hin zu mehr Beitragsstabilität gemacht, um langfristig auch bei den Arbeitskosten wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Reddig.
Die NORMA Group, die weltweit über 19 Produktionsstandorte, unter anderem in den USA, in China und Kroatien, verfügt, befindet sich derzeit in einer umfassenden strategischen Neuausrichtung. Nach dem Verkauf des Wassermanagement-Geschäfts konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf sein Kerngeschäft mit Verbindungstechnik im Bereich Industrie- und Mobilität. Dazu will die NORMA Group Strukturen vereinfachen, die operative Effizienz steigern und die Profitabilität nachhaltig verbessern. Birgit Seeger bezeichnete das Jahr 2026 als „Jahr des Reset“ – mit dem Ziel, das Unternehmen zukunftsfest aufzustellen. Mit der Transformation soll das Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Kundenbindung gewinnen.
Pascal Reddig bedankte sich für das offene Gespräch und die Einblicke aus erster Hand, die er bei einer abschließenden Werksführung noch weiter vertiefen konnte.
Quelle: Team Reddig

