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„Paradieshäuschen” im Stadtgarten Gelnhausen nach jahrelangem Engagement saniert

Große Freude beim Geschichtsverein Gelnhausen: Das historische „Paradieshäuschen” im Stadtgarten ist saniert. Damit geht ein vom Verein lange angestrebtes Projekt erfolgreich zu Ende. Gleichsam erfüllt sich nun ein alter Wunsch, der mit Hilfe der Stadt Gelnhausen erfüllt werden konnte.

Im Jahr 2015 hatte Dr. Norbert Manns dem Geschichtsverein 20.000 Euro in seiner Erbschaft hinterlassen, zweckgebunden für die Sanierung des „Paradieshäuschens”. Trotz zwischenzeitlich weiterer durch den Geschichtsverein gesammelter Spenden reichte das Geld lange Zeit nicht für alle Sanierungsmaßnahmen aus. Damit war letztendlich die Stadt Gelnhausen bei der Restfinanzierung gefragt, in deren Besitz sich das historische Gebäude aus dem Jahr 1833 befindet. Bürgermeister Christian Litzinger setzte sich nach seiner Amtsübernahme erfolgreich für das Projekt und eine entsprechende Mittelfreigabe ein. Jetzt konnte die Umsetzung erfolgen.

Die Außenfassade wurde neu gestrichen, das Dach erneuert, die maroden Fensterläden ersetzt. Die Wasserrinne vor dem Gebäude wurde saniert und in diesem Zuge an das Kanalnetz angeschlossen. Dies soll verhindern, dass von Hangseite ankommendes Wasser in das Gebäude gelangen kann.

Im Innern wurde zunächst ein neuer Anschluss zur Kanalisation hergestellt. Anschließend wurde ein neuer Bodenbelag eingebracht. Die Innenwände wurden freigelegt und verfugt. Zudem wurde die Decke neu angelegt und gestrichen.

Das Gebäude war einst in Privatbesitz errichtet worden und diente wohl als Erholungsraum einer Familie, erklärte Stefan Horst, Vorsitzender des Geschichtsvereins, bei einer Begehung vor Ort. Eigens für den Zweck des Weinbaus, wie manchmal vermutet, sei es eher nicht errichtet worden, klärte Horst auf.

Für den Erhalt und die Sanierung des Gebäudes hatte sich Psychologe Dr. Norbert Manns zeitlebens eingesetzt. Er war Mitglied im Geschichtsverein Gelnhausen und zeigte besonderes Interesse an der Baugeschichte seiner Heimatstadt – was seine Erbschaft für das „Paradieshäuschens” erklären mag.

Stefan Horst richtete im Zuge der Begehung des sanierten Gebäudes einen großen Dank an die Stadt Gelnhausen, die mit ihrer Unterstützung die Sanierung nach vielen Jahren Projektarbeit ermöglicht hatte. Besonders bedankte er sich bei Projektleiter Thorsten Amend, der mit viel Expertise die Sanierung des historischen Gebäudes durchgeführt habe.

Bürgermeister Christian Litzinger freute sich, den Wunsch eines verdienten Gelnhäuser Bürgers sowie eines engagierten Gelnhäuser Vereins nun erfüllen zu können. „Die reiche Geschichte unserer Stadt drückt sich nicht zuletzt in zahlreichen großen und kleinen Gebäuden aus, die unser Stadtbild prägen. Mit dem ‚Paradieshäuschen’ haben wir nun ein Stück Geschichte für die Zukunft erhalten.”

Quelle: Stadt Gelnhausen

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