Montag, Januar 5, 2026
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Ort der Würde: Ein Hospiz für Wächtersbach

In Wächtersbach wächst eine Idee, die zutiefst menschlich ist: Ein Hospiz soll entstehen – ein Ort für die letzte Fürsorge, die letzte Nähe und ein würdiges Abschiednehmen. Kommunalpolitiker Jan Volkmann sowie die Altenpflegerinnen Nicole Taylor, Irmgard Böttrich und Vanessa Franz-Huth schlagen vor, dieses Hospiz am Standort des Alten Forsthauses im Schlosspark zu errichten.

„Wenn der letzte Weg beginnt, braucht es Nähe – nicht Wartezeiten”

„Wir haben ein großartiges Hospiz in Gelnhausen – aber es ist oft voll. Und das darf am Lebensende nicht passieren”, erklärt Nicole Taylor. Und Ex-Bürgermeisterkandidat Jan Volkmann ergänzt: „Niemand soll am Ende seines Weges darauf hoffen müssen, dass vielleicht ein Platz frei wird. Unsere Menschen hier in Wächtersbach verdienen diese letzte Unterstützung direkt vor Ort – nah bei Freunden, Familie und Heimat.”

Ein besonderer Ort für die letzten Momente

Das Alte Forsthaus steht still und friedlich am Waldrand. Für die Initiatoren ist klar: Dieser Platz trägt Würde in sich und wäre ideal für ein Hospiz. „Der Blick in den Wald, der Frieden dort, die Nähe zur Natur – das ist ein Ort zum Loslassen”, sagt Volkmann. „Und mit der Nähe zum Schloss und zur Schlossparkterrasse können letzte gemeinsame Momente in Schönheit stattfinden.” Zwar gebe es bereits erste Planungen, das Alte Forsthaus in Zusammenarbeit mit den Behindertenwerkstätten Main-Kinzig für die Schlossparkpflege zu betreiben. „Allerdings muss das Gebäude aufgrund seiner Baufälligkeit ohnehin neu errichtet werden. Gegebenenfalls wäre also sogar eine Co-Nutzung oder Umplanung möglich. So verbinden wir Tradition, Respekt und moderne Anforderungen an ein Hospiz”, so Volkmann weiter.

„Wir wollen hier arbeiten – nicht irgendwo”

Die Pflegekräfte, die die Idee tragen, bringen viel Erfahrung und persönliches Engagement mit. Nicole Taylor, Altenpflegerin und ehemalige Pflegedienstleitung: „Ich habe viele Menschen in ihren letzten Tagen begleitet. Diese Momente sind kostbar. Und ich weiß: Wir können das hier. Wir sind viele, die bereitstehen. Dieses Hospiz wäre nicht nur ein Arbeitsplatz – es wäre unsere Herzensaufgabe.” Irmgard Böttrich unterstreicht die Bedeutung des regionalen Bezugs: „Wir lieben diese Stadt und die Menschen hier. Wer sein Leben in Wächtersbach gelebt hat, soll es auch hier zu Ende leben dürfen – begleitet, gesehen, in Würde.” Vanessa Franz-Huth sagt: „Viele Familien denken erst darüber nach, wenn es passiert. Wir denken schon jetzt daran – weil wir erlebt haben, wie wichtig es ist, nicht allein zu sein.”

Gemeinschaft als Stärke: Ein Trägerverein für Wächtersbach

Um das Projekt auf breite Beine zu stellen, schlägt die Initiative einen Trägerverein vor, unterstützt durch Stadt, Fördermittel und lokale Unternehmen. „Unsere Unternehmen sind tief mit den Menschen hier verbunden”, erklärt Volkmann. „Sie zeigen tagtäglich: Wir stehen zu unserer Verantwortung – auch am Ende eines Lebens. Für unsere Bürger, für unsere früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das wäre ein Zeichen von Dankbarkeit und Menschlichkeit.”

„Ein Hospiz ist ein Haus der Liebe”

Abschließend fasst Nicole Taylor die Vision zusammen: „Ein Hospiz ist kein Ort des Sterbens – es ist ein Ort des Lebens. Es ist ein Haus der Liebe, des Friedens und des Dankes. Wir möchten diesen Ort hier schaffen, damit niemand seinen letzten Weg allein gehen muss.” Irmgard Böttrich sagt: „Wir laden Politik, Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen ein, die Idee mit uns weiterzuentwickeln und zu verfeinern. Wir sind gesprächsoffen.”, Und Volkmann weiter: „Ein Hospiz für Wächtersbach ist mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein Zeichen dafür, wer wir sein wollen: eine Stadt, die trägt, begleitet und sich kümmert.”

 

Quelle: Redaktion MKK Echo

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