Dienstag, Februar 17, 2026
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Neue Chance für bauliche Erweiterung der Philipp-Reis-Schule

Kreiskoalition begrüßt Grundstücksankauf mit Option zur Standorterweiterung in Gelnhausen

In der Schulentwicklungsplanung für Gelnhausen zeichnet sich kurzfristig eine neue Perspektive ab. Durch eine neu aufgetane Option für den Ankauf eines benachbarten Teilgrundstückes sieht die Kreiskoalition die Chance den Schulstandort Philipp-Reis-Schule baulich zu erweitern. Zunächst wurden die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses über die Möglichkeit des Grundstückserwerbs informiert und dort wurde auch angekündigt, dass dem Parlament zur kommenden Kreistagssitzung eine entsprechende Dringlichkeitsvorlage vorgelegt werde. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzauschusses stimmten dem vorgeschlagenen Vorgehen des hauptamtlichen Kreisausschusses zu. In der letzten Kreistagssitzung der laufenden Wahlperiode am 13. Februar stimmte der Kreistag der Vorlage zu und beauftragte damit die Kreisspitze die Verhandlungen mit dem Eigentümer weiterzuführen und einen Kaufvertrag über das benachbarte Grundstück abzuschließen.
„Nachdem es bisher keine gute Lösung für das Problem der Raumknappheit am Gelnhäuser Standort gab, tut sich nun eine neue, realistische Chance auf. Wenn sich jetzt Erweiterungsflächen für eine pädagogisch sinnvolle bauliche Erweiterung ergeben, dann wollen wir diese Chance für die Schule nutzen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Schejna.
Der Kreistagsbeschluss diene dazu, das notwendige politische Mandat für die entscheidende Verhandlungsphase zu schaffen und die erforderlichen Mittel für den Ankauf des Grundstücks bereitzustellen. Durch den Ankauf des Grundstücks könnte mit dem Neubau eines Gebäuderiegels die benötigte Anzahl von Klassenräumen für die Philipp-Reis-Schule geschaffen werden, was zugleich die Auflösung der bislang bestehenden Dependance im
Herzbachweg bedeuten würde.
„Die Grundlage jeder Überlegung für die Errichtung einer Verbundschule zusammen mit der Anton-Calaminius-Schule in Gründau war, dass es keine sinnvolle räumliche Erweiterungsmöglichkeit der Philipp-Reis-Schule am Hauptstandort gab. Wenn nun der Ankauf des Grundstücks gelingt, haben wir diese Möglichkeit und die Grundlage für die Idee der Verbundschule würde entfallen“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Heiko Kasseckert. Gleichzeitig mahnte Kasseckert, das zuerst der notarielle Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben sein müsse, bevor man weitere Überlegungen anstelle. Auch Landrat Thorsten Stolz begrüßt die neuen Entwicklungen: „Der kurzfristig mögliche Erwerb des Nachbargrundstücks eröffnet uns eine Perspektive, die es zuvor nicht gab. Damit können wir den Schulstandort Gelnhausen nachhaltig stärken und gleichzeitig auf strukturelle Veränderungen in der Schullandschaft verzichten. Das ist eine bedeutende Chance zur Stärkung der Philipp-Reis-Schule.“
Dem schließt sich auch Schuldezernent Jannik Marquart an: „Unser Ziel ist es, gute Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Bisher gab es am Standort in räumlicher Hinsicht keine Möglichkeit zum Ausbau der Schule, die unseren hohen Anforderungen für gute Schulgebäude genügt hat. Das würde sich durch den Ankauf des Grundstücks grundlegend ändern. Daher werden wir diesen Weg weiterverfolgen.”
Mit den Schulleitern der Philipp-Reis-Schule und der Anton-Calaminus-Schulen habe der Schuldezernent bereits vorab über die neuen Entwicklungen gesprochen und die Weiterverfolgung der Lösung wurde von beiden Seiten begrüßt. Einen Schwerpunkt legt die Kreiskoalition ebenso auf die Stärkung der Anton-CalaminusSchule in Gründau. Für die Schule würden durch die neuen Entwicklungen kein Nachteil entstehen, ganz im Gegenteil. Die Kreiskoalition hatte bereits vor 2 Jahren 12 Mio. Euro im Investitionshaushalt des Kreises für einen neuen, modernen Erweiterungsbau an der AntonCalaminus-Schule beschlossen. Dort sollen im Jahr 2028 vor allem neue Klassenräume und naturwissenschaftliche Fachräume entstehen, die die Schule in räumlicher Hinsicht aufwerten
würde. An diesen Plänen würde sich auch ohne die Realisierung der Verbundschule nichts ändern. Die Investition in den Erweiterungsbau folgt auf das erst im Jahr 2022 feierlich eröffnete Multifunktionsgebäude an der Anton-Calaminus-Schule.
„Wir haben einen sehr guten Schulstandort in Gründau-Rothenbergen, den wir weiter stärken werden. Das gilt sowohl in baulicher als auch in pädagogischer Hinsicht. Neben dem Erweiterungsbau soll daher auch die Kooperation mit der kreiseigenen aQa-Gesellschaft in den Blick genommen werden, um die fußläufig erreichbaren Werkstätten zur beruflichen Orientierung für die Schülerinnen und Schüler im Haupt- und Realschulbereich zu nutzen“, erklärten die beiden bildungspolitischen Sprecherinnen der Koalition Uta Böckel (SPD) und Dr. Maria Heisler-Wiegelmann (CDU).

Quelle: Redaktion MKK Echo

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