Kinder können Bienen, Eichhörchen, Igel und Co. beoachten
Die Naturgruppe Feldhasen der Kita Hasenburg auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Niederissigheim hat sich bereits gut eingelebt. Gemeinsam mit den Kindern werden Beiträge zum Artenschutz erarbeitet. Gleichzeitig wird den Kindern damit ein emotionaler Zugang zur Natur ermöglicht. Zum Beispiel ist ein großes Insektenhotel entstanden. Gebaut wurde es von einem Erzieher der Gruppe, nun wird es von den Kindern gefüllt. Sie säubern die auf ca.15 cm zugeschnittenen Bambusstäbe. Dafür werden sie von innen mit einer Rundfeile gereinigt. Anschließend werden sie am Einflugloch noch glattgeschliffen und kommen in Blechdosen, die dann nebeneinander in den Regalen platziert werden. Die ersten Mauerbienen schlüpfen bereits. Vor dem Insektenhotel wurde eine Sitzbank für die Kinder aufgestellt. Mit ganz viel Neugier sitzen die Kinder davor und beobachten die Bienen beim Arbeiten und Schlüpfen.
Auch ein selbst gebautes Vogelfutterhaus wurde aufgestellt. Jeden Morgen füllen es die Kinder mit Meisen-Knödel, Sonnenblumenkernen und in Sonnenblumenöl getränkten Haferflocken auf. Das Vogelhaus lockt täglich viele heimische Vögel an: die Kohl-, Blau-, Sumpf- und die Schwanzmeisen, Kleiber, Starre, Buntspechte, Rotkehlchen, Amseln und Eichelhäher.
Aus einem alten Schildkrötenhaus, einem Geschenk einer Nachbarin der Feldhasen, entstand in der Naturgruppe ein Igelhäuschen. Es wurde an einem geschützten Platz hingestellt, von wo aber die Kinder es trotzdem gut beobachten können. Der erste Igel wurde bereits entdeckt.
Dank einer Spende aus der Elternschaft hat die Naturguppe jetzt auch ein Eichhörnchen-Futterhaus. „Dieses haben wir an unseren Wallnussbaum direkt vor den Bauwagen gehängt. Täglich bedienen sich mehrere Eichhörnchen daran und liefen den Kindern ein wahres Naturschauspiel. Die Kinder bewundern sie für ihr flinkes Springen und Klettern. Sie kommen aus dem benachbarten Wäldchen gegenüber und werden immer weniger menschscheu“, berichtet Anna Rahlf, Betreuerin in der Naturgruppe.
Auch das nächste Projekt ist schon in Planung: eine Reptilienburg. Mitarbeiter vom städtischen Bauhof brachten den Feldhasen dafür bereits einige großen Steine.
Quelle: Redaktion MKK Echo