Zum Jubiläum gibt es am 5. Februar zwei besondere Filme in Bischofsheim zu sehen
Vor zehn Jahren startete die Veranstaltungsreihe „Kino vor Ort“ im Bürgerhaus Bischofsheim. Über die Anfänge und die Entwicklung dieses kulturellen Angebots können sich die Gäste vor und nach den Filmen am Donnerstag, 5. Februar, im Foyer des Bürgerhauses informieren. Gezeigt werden an diesem Tag „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ um 17.30 Uhr und „Sentimental Value“ um 20 Uhr.
In „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ spielt Charly Hübner einen Helden wider Willen. Micha ist ein Videotheken-Besitzer, bei dem sich die Mahnungen stapeln. Im Jahr 1983 soll er 127 DDR-Bürgerinnen und -Bürgern die Flucht in den Westen ermöglicht haben und kam dafür in Haft. Man warf ihm vor, die Weiche einer S-Bahn verstellt und diese dadurch in den Westen gelenkt zu haben. Ein Journalist stößt auf diese Geschichte Michas und macht daraus die Titel-Story eines Magazins. Nach dieser Veröffentlichung wird Micha ein Liebling der Presse, in Talk-Shows eingeladen und soll sogar auf Wunsch des Bundespräsidenten am 30. Jahrestag des Mauerfalls eine Rede halten.
Der Film ist eine humorvolle Mediensatire und zugleich auch eine Liebesgeschichte. Er wurde von dem inzwischen verstorbenen Regisseur Wolfgang Becker gedreht, der seinerzeit mit „Good bye, Lenin!“ Filmgeschichte schrieb.
„Sentimental Value“ erzählt von einer norwegischen Familie. Der Vater zweier erwachsener Töchter ist ein berühmter Filmregisseur, der die Familie verlassen hat, als die Kinder noch klein waren. Von großer Bedeutung für die Handlung ist das Haus der Familie in Oslo, in dem der Vater Gustav aufgewachsen ist. Nach dem Tod seiner geschiedenen Frau kehrt er mit neuen Filmplänen dorthin zurück. Gerne würde Gustav mit seiner ältesten Tochter Nora dieses Vorhaben verwirklichen. Nora ist Schauspielerin geworden und lebt allein, während ihre Schwester mit Partner und Sohn im Haus der Familie wohnt. Da Nora die Filmpläne ihres Vaters vehement ablehnt, versucht Gustav seine Idee mit einer anderen jungen Schauspielerein umzusetzen.
Die Tragikomödie von Joachim Trier erzählt mit großer Einfühlsamkeit von den Schwierigkeiten familiärer Kommunikation. Der Film wurde bereits in Cannes ausgezeichnet, gewann den Europäischen Filmpreis und Stellan Skarsgård erhielt für seine Rolle als Gustav gerade einen Golden Globe.
Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn. Karten gibt es an der Abendkasse für acht Euro. Die Filmreihe im Bürgerhaus in Bischofsheim wird am Donnerstag, 5. März, fortgesetzt. Welche Filme dann gezeigt werden, können Interessierte rechtzeitig auf der Homepage der Stadt Maintal im Veranstaltungskalender und unter www.maintal.de/kino erfahren. Fragen beantwortet das Kulturbüro der Stadt Maintal unter der Telefonnummer 06181 400-721 oder per E-Mail an kultur@maintal.de.

Quelle: Redaktion MKK-Echo

