In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses befasste sich die Bruchköbeler Kooperation aus FDP, Bündnis 90/Die Grünen und SPD mit einem Antrag der CDU zur Durchführung eines Bruchköbler Familientages.
„Natürlich stehen wir als familienfreundliche Kommune einem solchen Antrag grundsätzlich positiv gegenüber“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der FDP Bruchköbel, Katja Lauterbach. „Ein Familientag kann ein wertvolles Angebot für unsere Stadt sein und das Miteinander stärken.“
Gleichzeitig mahnt die Kooperation jedoch zu einem sorgfältigen Vorgehen. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Monika Pauly, betont: „Wir können nicht in einer Ausschusssitzung einen Beschluss fassen und damit automatisch den Vereinen zusätzliche Arbeit aufbürden. Eine solche Entscheidung braucht Vorbereitung und die Einbindung aller Beteiligten.“
Der Vorsitzende der Grünen, Uwe Ringel, verweist auf den Hintergrund des CDU-Antrags: „In der Begründung wird insbesondere darauf abgestellt, dass die Vereine intensiv in Organisation und Ablauf eines Familientages eingebunden werden sollen. Gerade deshalb ist eine frühzeitige und transparente Abstimmung mit den Vereinen unerlässlich.“
Die Vertreterinnen und Vertreter der Kooperation sind sich einig, dass die Entscheidung über einen Bruchköbler Familientag nicht im Haupt- und Finanzausschuss oder allein im Parlament getroffen werden sollte. Stattdessen bedarf es weiterer intensiver Beratungen, die aus Sicht der Kooperation im Ausschuss für Familie, Kultur und Soziales stattfinden sollten.
Darüber hinaus strebt die Kooperation an, bereits in der kommenden Stadtverordnetenversammlung die Weichen dafür zu stellen, in der neuen Legislaturperiode einen zusätzlichen Ausschuss für Kultur, Sport und Vereine einzurichten. Beide Ausschüsse könnten sich dann gemeinsam mit der möglichen Durchführung eines Bruchköbler Familientages befassen – bis hin zur Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft mit interessierten Vereinen. Eine stadtteilübergreifende und umfassende Kommunikation mit den Vereinen ist dabei von zentraler Bedeutung.
„Die Durchführung eines Bruchköbler Familientages ist ein interessantes und grundsätzlich unterstützenswertes Thema“, so die Kooperation abschließend. Der CDU-Antrag wird daher in der kommenden Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Beratung in den zuständigen Ausschuss für Familie, Kultur und Soziales verwiesen.
Eine gesonderte Einstellung von Haushaltsmitteln für 2026 sieht die Kooperation derzeit nicht als notwendig an, da sowohl eine Arbeitsgemeinschaft als auch die Ausschussarbeit aus den bereits im Haushalt 2026 eingeplanten Mitteln abgedeckt werden können.
Quelle: Katja Lauterbach

