Schwere Auswärtsaufgabe zum Auftakt für die Grimmstädter
Mit dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison beginnt für die HSG Hanau auch gleich eine harte Bewährungsprobe: Am Samstag um 17:30 Uhr reisen die Blau-Weißen zu interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen. Die Ratinger haben bereits ihr erstes Spiel absolviert. Beim Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein gab es eine 33:41-Niederlage. Trotzdem zeigte die junge Truppe aus Düsseldorf, gerade in der ersten Halbzeit, eine starke Leistung. HSG-Trainer Axel Spandau erwartet eine schwere Aufgabe, der sich seine Mannen erfolgreich stellen wollen.
„Wir müssen Disziplin und Kampfkraft aufs Feld bringen und dann an die Leistungen, die wir gegen die Zweitligisten in der Vorbereitung und im Pokal gegen Erlangen gezeigt haben, anknüpfen. Das muss die Basis sein und dann wollen wir uns Schritt für Schritt steigern”, sagt HSG-Trainer Spandau, der Ratingen als „schon eine Aufgabe” einordnet: eine extrem junge Mannschaft, angeführt von erfahrenen Routiniers, die die HSGler schon in der letzten Saison vor Aufgaben gestellt und sich weiterentwickelt haben.
Vielversprechende Vorbereitung als Grundlage
„Die Vorbereitung lief sehr gut und wir freuen uns natürlich immens, dass es jetzt endlich wieder losgeht!“, freut sich Kapitän Jan-Eric Kleemann. Für die HSG Hanau ist es das erste Pflichtspiel dieser Spielzeit. Die Vorbereitung verlief über weite Strecken vielversprechend, die Begegnungen mit dem TV Hüttenberg und dem Dessau-Roßlauer HV, aus der zweiten Liga, zeigten das Potenzial der Mannschaft. Das Team um das Kapitäns-Duo Kleemann & Müller hat die Lehren aus den Vorbereitungsspielen gezogen und sind nun gut gerüstet für den Start. Am Samstag wollen sie auswärts an ihre starken Auftritte der letzten Saison anknüpfen. Gerade zum Saisonstart gab es damals 6 in Serie, wo sie ungeschlagen in fremden Gefilden waren.
Auf der anderen Seite tritt eine Mannschaft auf, die HSG-Trainer Spandau sehr genau unter die Lupe genommen hat: Unter der Leitung von Trainer Filip Lazarov setzt Düsseldorf-Ratingen auf ein variables Deckungsspiel — in der Regel eine stabile 6:0-Deckung, ergänzt durch eine offensive 3:2:1 als Mittel der Überraschung. Im Tor steht mit Sebastian Bliß jemand, der mit seiner Leistung und Erfahrung aus der Bundesliga den Rückhalt der Mannschaft bildet. Im Rückraum glänzen die jungen Wilden mit Luca Elias Schulz, 11 Tore gegen Krefeld und Tjark Seher, ebenfalls einem wurfgewaltigen Rückraumshooter. Henrik Stock zieht mit seiner Zweitliga-Erfahrung auf Rückraum Mitte die Fäden. Am Kreis lauert der 2,06 Meter große Stanko Sabic, der mit seiner körperlichen Präsenz jede Abwehr vor Aufgaben stellt. Nach der Niederlage im Derby gegen Krefeld wollen die Ratinger im ersten Heimspiel ihre ersten beiden Punkte einfahren.
Matchplan steht – Über die Deckung ins Spiel finden
Der Matchplan der Grimmstädter führt dabei klar über die Abwehr. Mit einer beweglichen und disziplinierten 6:0-Deckung wollen sie Schulz, Seher und Stock aus dem Rhythmus bringen, umso die sich bietenden Chancen in der zweiten Welle konsequent zu nutzen. Seit Jahren ist das Tempospiel eine der Stärken der Grimmstädter. Gleichzeitig gilt es direkt nach einem abgeschlossenen Angriff in den Rückzug zu kommen. Im Angriffsspiel sollen geduldig die Torabschlüsse vorbereitet und dann mit einer hohen Effektivität die Chancen im Tor untergebracht werden. Dabei gilt es mit einer hohen Geschwindigkeit und Ballsicherheit die gegnerische Deckung in die Bewegung zu bringen, um die entsprechenden Räume zu nutzen. Abschließend führt Kleemann aus: „Wir haben schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommen, wie das im Pokal dann auch laufen kann. Wir sind gut gerüstet und wollen dann in Düsseldorf alles geben und versuchen, die zwei Punkte zu holen.“
Neben dem Langzeitverletzten Julian Fulda wird weiterhin Benedikt Müller angeschlagen fehlen, dafür wird Nico Scholz aus der Oberligamannschaft gemeinsam mit Florian Eberhardt das Torhüter-Duo in Nordrhein-Westfalen bilden. Auch Neuzugang Mathi Geerken wird seine Premiere in der 3. Liga für die HSG feiern.
Quelle: HSG Hanau Handball GmbH

