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Heinrich-Böll-Schule Bruchköbel – länger gemeinsam lernen

SPD-Kreistagsfraktion und Vertreterinnen der SPD-Bruchköbel informieren sich vor Ort über Raumsituation und Zukunftsperspektiven der Integrierten Gesamtschule

Die Heinrich-Böll-Schule ist eine integrierte Gesamtschule in der Trägerschaft des Main-Kinzig-Kreises. Derzeit besuchen 1.133 Schülerinnen und Schüler die Schule – Tendenz weiter steigend. Die Bildungspolitikerinnen der SPD-Kreistagsfraktion informierten sich gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz und Vertreterinnen der SPD-Bruchköbel vor Ort über die aktuelle Situation. Schulleiterin Christine Georg, die Stufenleitungen Daniela Vidlak (5/6) und Markus Weimert (7/8), Schulelternbeiratsvorsitzende Giorgetta Ötünc und Hausmeister Thomas Weidemeier, gaben einen Einblick.

Das an der Schulfassade lesbare „länger gemeinsam lernen“ prägt das pädagogische Konzept der Schule. „In den Klassen 5 und 6 lernen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Klassenverband. Ab der Jahrgangsstufe 7 erfolgt die Differenzierung der Hauptfächer in A-B-C Kurse, später auch in Naturwissenschaften“, informiert Christine Georg. Damit bildet die Schule mit dem gymnasialen Bildungsgang auch die Bildungsgänge der Realschule und Hauptschule ab. „Unsere Schule verzeichnet weiterhin einen starken Zulauf. Im Schuljahr 2026/2027 werden wir erstmals mit 10 fünften Klassen starten, zwei mehr als im Vorjahr“. Schülerinnen und Schüler, die zum Ende der Jahrgangsstufe 10 die Empfehlung Ü11 (Übergang in die Jahrgangsstufe 11) erhalten oder einen qualifizierenden Realschulabschluss erreichen, können eine gymnasiale Oberstufe besuchen. Viele nutzen dafür das Angebot des nebenan gelegenen Lichtenberg-Oberstufengymnasiums, mit dem die Heinrich-Böll-Schule eng kooperiert.

Neben pädagogischen Fragen stand vor allem der bauliche Zustand der Schulgebäude im Mittelpunkt des Besuchs. Bei einem Rundgang machten sich die Bildungspolitiker selbst ein Bild von der angespannten Raumsituation und dem erheblichen Sanierungsbedarf. Schon jetzt ist das Raumangebot knapp – die steigenden Schülerzahlen verschärfen die Lage zusätzlich. Im Hauptgebäude sind mehrere Klassenräume aufgrund eines während der Dachsanierung aufgetretenen Wasserschadens derzeit nicht nutzbar. Die Mensa bietet lediglich 95 Plätze. Im Nebengebäude, in dem die Jahrgangsstufen 5 und 6 und eine vierte Klasse der Brückenschule untergebracht sind, entsprechen die Klassen- und Fachräume nicht mehr heutigen Standards. Die Schule begegnet diesen Herausforderungen mit Kreativität und Einfallsreichtum. Die Vertreter der Schule machen jedoch deutlich, dass dies kein Dauerzustand sein könne. Dem schlossen sich die SPD-Kreistagsfraktion und Vertreterinnen der SPD Bruchköbel an.

Landrat Stolz unterstreicht die Dringlichkeit einer Lösung, weist jedoch auf die notwendige Sorgfalt hin. „Ob ein Neubau oder eine Sanierung der Bestandsgebäude mit einem eventuellen Erweiterungsbau die sinnvollere Lösung ist, muss in jedem Fall individuell geprüft werden“. Ziel sei eine tragfähige und wirtschaftlich sinnvolle Lösung für die kommenden Jahre.

„Die Heinrich-Böll-Schule braucht jetzt zeitnah eine belastbare Perspektive“, betont Julia Czech, SPD-Kreistagsmitglied und erfahrene Bildungspolitikerin. „Eine zügige Prüfung der baulichen Optionen, wie Landrat Thorsten Stolz es vorschlägt, ist daher unerlässlich, um den steigenden Anmeldezahlen gerecht zu werden und den Schülerinnen und Schülern gute und verlässliche Lernbedingungen zu bieten“.

Quelle: SPD-Kreistagsfraktion

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